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Schachkrimi mit Happyend

Montag, den 12. Dezember 2011

Dr. Christian ScholzZwei mühsam erkämpfte Siege in der Bundesliga

In zwei langen Kämpfen mit insgesamt über 13stündiger Spieldauer konnte unsere Bundesligaauswahl gegen Dresden und Berlin-Tegel zwei Arbeitssiege einfahren. Beide Schachkrimis im Leibniz-Gymnasium hatten viele engagierte Mitstreiter und zwei Helden: Am Samstag holte Dr. Christian Scholz beim Stand von 3½:3½ den entscheidenden Punkt in einem schwierigen Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, und am Sonntag war es Nazar Firman, der eine gefühlte Ewigkeit lang in hoffnungslos scheinender Lage immer neue taktische Ressourcen aufspürte und in der 6. Spielstunde mit einem überraschenden Konter noch den vollen Punkt holte. Hier die zwei Dramen im Stenogramm:

Nazar FirmanSFK - Dresden: SFK mit Volokitin und Negi ist klarer Favorit gegen Dresden ohne 5 Stammspieler - Klaus Bischoff remisiert früh in eher schlechterer Stellung - Sebastian Siebrecht und Nazar Firman gewinnen relativ schnell - Ilja Zaragatski steht nach einem Springeropfer auf g6 vor einem undeckbaren Matt - Vladimir Chuchelov und Parimarjan Negi können keinen substantiellen Vorteil herausholen und remisieren - Andrei Volokitin gerät nach misslungener Eröffnung in eine immer schwierigere lage und muss nach vor der Zeitkontrolle kapitulieren - Dr. Christian Scholz erstickt jedes Gegenspiel und gewinnt in der 7. Spielstunde ein Endspiel mit Türmen plus ungleichfarbigen Läufern: 4,5:3,5

SFK - Tegel: Auch hier ist unsere Truppe klarer ELO-Favorit - Sebastian Siebrecht und Vladimir Chuchelov mit farblosen Remispartien, der Rest geht in die 5. Stunde. Zu diesem Zeitpunkt glaubt kein Katernberger an einen Sieg. Aber es geht bergauf: Dr. Christian Scholz remisiert mit Minusqualität, Parimarjan Negi trotz Minusbauer: 2 Probleme weniger. Nazar Firman siegt in einer unglaublichen Partie, die wir längst abgeschrieben hatten. Ilja Zaragatski knetet ein Endspiel und sammelt am Ende einen gegnerischen Bauern nach dem anderen ein. Klaus Bischoff siegt in einer Partie, in der er nach eigenem Bekunden "fast nichts gesehen und unglaublich viele Chancen ausgelassen" hat. Am Ende sieht Andrei Volokitin nach fast 7 Stunden Spieldauer kurz vor Erreichen der 50-Züge-Regel ein, dass sein Mehrbauer nicht zu verwerten ist: 5,5:2,5. Vier Punkte an diesem Wochenende, 9:5 Zähler insgesamt und der 6. Tabellenplatz - ist schon Weihnachten?