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Hoch im Norden - Seite 2
Aktualisiert (Samstag, den 24. März 2012) Geschrieben von: Heidi Saller Samstag, den 24. März 2012
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Am Sonntag stand dann unser freundlicher Gastgeber auf dem Programm. Zum HSK pflegen wir ja wirklich freundschaftliche Beziehungen. Gleichwohl konnten wir noch nie gegen den Hamburger Traditionsclub um den agilen Christian Zickelbein gewinnen. Auch im letzten Jahr gab’s einen knappen Verlust.
In Hamburg kursierte in diesem Jahr das Abstiegsgespenst. Doch mit dem knappen Sieg gegen unseren Reisepartner am Vortage war dieser Albtraum sicher vom Tisch gewischt. Entsprechend selbstbewusst änderte Mannschaftsführer Reinhard Ahrens die Aufstellung. Der Endspielgott Dr. Karsten Müller setzte aus. Für ihn kam Thies Heinemann ins Spiel. Dabei heißt es doch: never change a winning team!? Wie auch immer: es würde ein harter Fight gegen den klaren Elofavoriten werden.
| SF Katernberg | - | Hamburger SK |
|---|---|---|
| Negi | - | Wojtaszek |
| Bischoff | - | Ghaem Maggami |
| Firman | - | Zherebukh |
| Kotainy | - | Hansen |
| Glek | - | Huschenbeth |
| Thesing | - | Ftacnik |
| Ris | - | Rogozenco |
| Dr. Scholz | - | Heinemann |
Nach einer kurzen Rede von Christian Zickelbein, eröffnete der souverän agierende Schiedsrichter Hugo Schulz um 10.00 Uhr den Reigen.
In der Eröffnungsphase lief zunächst nur die Partie am Spitzenbrett etwas merkwürdig. Parimarjan konnte mit Schwarz ein fast schon zu verlockendes Scheinopfer mit Bauerngewinn anbringen. Aber bei genauerem Hinsehen offenbarte sich aber die strategische Idee des weißen Manövers. Unser Vorzeigeinder war schnell gezwungen, wieder den Rückwärtsgang einzulegen. Allerdings nur, um kurze Zeit später wieder nach Vorne zu marschieren. Man fühlte sich unwillkürlich an die Schlacht von Canae erinnert, als der Karthager Hannibal die Römer vernaschte. Bloß war es diesmal ein Inder gegen einen Polen und es war völlig unklar, wer jetzt eigentlich Hannibal war.
Später bekam allerdings auch Robby ernste Probleme, die ihm aufgrund einer zunächst etwas schlapp anmutenden Spielführung wohl nicht nur die Qualität kostete. Matthias ließ sich ebenfalls von den Stellungskrankheiten seiner Kompanie anstecken und erlaubte seinem Gegenspieler Lubomir Ftacnik einen gedeckten Springer ohne Gegenwehr nach d3 zu spielen. Zu vergleichen mit einem Tritt in die Weichteile beim Taekwondo. Tat auf jeden Fall weh!
Die Begegnung begann also nicht verheißungsvoll, wobei allerdings der Jens moi wieda wia d´Feuerwehr unterwegs war. Und auch der Igor stand nicht so schlecht. Sein Gegner hatte einen seiner Bauern keck in sein Lager geführt und den belagerte er jetzt mit seinen Schwerfiguren. Er müsste ihn halt nur gewinnen, dann… Der Rundgang um 13.00 Uhr ließ mich dann allerdings auch bei Christians Partie mit einem Fragezeichen zurück. Da hatte sich zwischenzeitlich ebenfalls ein Schwerfigurenendspiel entwickelt; nur leider mit einem Bauern weniger für den lieben Dokta. Überdies bekam Nazar ernste Stellungs- und Zeitprobleme. Hingegen schien sich Klaus strukturell zu verbessern.
Als ersten erwischte es dann Nazar nach einer völligen taktischen Fehleinschätzung. Sein ukrainischer Landsmann brachte ihn mit einem brutalen Damenopfer zu Fall. (0:1). Passiert unserem Schachcowboy ja eigentlich nur selten.
Doch danach wurde uns allen klar, dass das jetzt ein böser Nachmittag werden würde. Den nächsten Todesstoß mussten wir dann postwendend beim Hias hinnehmen; aber der Stand ja eh schon die ganze Zeit wie ein Schluck Wasser in der Kurve. (0:2). Manno!
Es folgte eine Punkteteilung bei Parimarjan nach taktischen Verwicklungen. (0,5:2,5). Und selbst mein anderer Hoffnungsträger, der Jens, spielte nur Remis (1,0:3,0). Auch beim Klaus war lediglich ein glückliches Unentschieden drin. (1,5:3,5). Irgendwie gingen uns jetzt so langsam aber sicher die Ressourcen aus!
Okay. Nach der Zeitkontrolle war mal wieder ein Kassensturz angesagt:
- Igor: Turmendspiel mit minimalem Vorteil,
- Robby: steht ziemlich platt und
- Christian: Turmendspiel mit minimalem Nachteil.
Nun, man musste der Wirklichkeit ins Auge sehen. Wir wurden praktisch ohne Gegenwehr zu Hundesfutter verarbeitet. Auch der Teamchef war enttäuscht: „Das war gar nix!“
Kurz danach machte dann erwartungsgemäß Rogozenco den Sack beim Robby zu. (1,5:4,5). Die restlichen Partien wurden daher fortan praktisch nur noch für die individuelle Statistik der beteiligten Spieler ausgetragen. Insoweit war das Remis bei Christian (2,0:5,0) und das weitere Unentschieden von Igor (2,5:5,5) wirklich nur noch Makulatur.
| Katernberg | 2,5 : 5,5 | Hamburger SK |
|---|---|---|
| Negi | ½ : ½ | Wojtaszek |
| Bischoff | ½ : ½ | Ghaem Maggami |
| Firman | 0 : 1 | Zherebukh |
| Kotainy | ½ : ½ | Hansen |
| Glek | ½ : ½ | Huschenbeth |
| Thesing | 0 : 1 | Ftacnik |
| Ris | 0 : 1 | Rogozenco |
| Dr. Scholz | ½ : ½ | Heinemann |
Ende des bösen Spiels. Glückwünsche an den HSK!
Hoffen wir mal, dass das in der letzten Runde gegen Remagen und Solingen noch was wird! Der Saisonabschluss muss einfach gelingen!
Ach so: bei der direkten Konkurrenz lief es auch ned vui besser, so dass Katernberg trotz der Nullnummern tatsächlich immer noch den 5. Platz hält. Weisungsgemäß – sozusagen. Des is allerdings kaum zu glauben. So aan Dusel.
Wär schön, Euch dann alle in Mülheim zu sehen!
Eure Heidi Saller!
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