Schach ist ein Denken, das zu nichts führt, eine Mathematik, die nichts errechnet, eine Kunst ohne Werke, eine Architektur ohne Substanz und nichts desto minder erwiesenermaßen dauerhafter seinem Sein und Dasein als alle Bücher und Werke, das einzige Spiel, das allen Völkern und allen Zeiten zugehört und von dem niemand weiß, welcher Gott es auf die Erde gebracht hat, um die Langeweile zu töten, die Sinne zu schärfen, die Seele zu spannen.
Stefan Zweig

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Vom „Scharfsinn“ zum SFK

Schachgechichte(n)

Geschrieben von: Willy Rosen

Die Geschichte des stärksten und bedeutendsten Schachvereins in Essen  -SFK- beginnt in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Erst nach und nach tauchten auf meiner Spurensuche die genaueren Konturen des Schachgeschehens in Katernberg auf. Der Frisörladen, in dem sich damals, vermutlich mehr oder weniger zufällig, ein paar Schachspieler zu ihrem Hobby trafen, existiert nicht mehr. Ebenso wenig wie der 1925 gegründete Schachklub mit dem schönen Namen "Scharfsinn". Er verschwand wie viele andere nach dem ersten Weltkrieg gegründete Schachvereine.

Aber wie das Leben so spielt: Heute gehört der Schachverein des einst wesentlich von Bergleuten und Industriearbeitern mit ländlicher Herkunft geprägten Essener Vororts Katernberg als Mitglied der stärksten europäischen Schachliga, der Bundesliga, zur bundesdeutschen Schachelite und zählt mehrere Großmeister und Internationale Meister zu seinen Mitgliedern.

Die Gründerväter der SFK-Schachabteilung, der Schreinermeister Willi Danelzik und der Kaufmann Wolfgang Sahl, hätten davon nicht träumen können.

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