Die neue Saison kann beginnen!

Geschrieben am 10.09.2018 von Bernd Rosen

Erstes Trainingscamp für unsere Schachjugend ein voller Erfolg

Alles schon mal dagewesen - auch Trainigswochenenden für seinen Schachnachwuchs hat unser Verein schon durchgeführt. Der Schreiber dieser Zeilen kann sich jedenfalls an zwei Veranstaltungen im Essener Emil-Frick-Heim und in der Jugendherberge Menden erinnern. Da war er aber selbst noch im zarten Teenageralter, und der "Trainer" (den damals noch niemand so genannt hätte) hieß Willy Rosen. Rund 45 Jahre später nun also die Neuauflage, und der Trainer Bernd Rosen muss sich von seiner Tochter die Frage gefallen lassen, ob er sich das in seinem Opa-Alter noch antun will. Volker Gassmann, unser so engagierter wie erfolgreicher Jugendleiter, und ich haben es einfach mal versucht - und nach einem sehr lebendigen Wochenende waren wir ebenso wie 10 begeisterte Kids und ihre Eltern der Meinung: Das sollten wir im nächsten Jahr auf jeden Fall noch einmal wiederholen!

Mit der Jugendbildungsstätte St. Altfrid in Essen Kettwig hatten wir für dieses Event einen tollen Rahmen gefunden - übrigens war ich auch hier vor über 40 Jahren regelmäßig an zahlreichen Wochenenden zu Gast. Ein weitläufiges Gelände mit großem fußballtauglichem Rasen, Tischtennisplatten und Basketballkörben, umrahmt von altem Baumbestand, bot ideale Möglichkeiten, sich neben dem Schachtraining auch körperlich auszutoben. Da blieb Heimweh ein Fremdwort - obwohl es für einige Teilnehmer die erste längere Übernachtung außerhalb der Familie war.

Schach haben wir natürlich auch gespielt. Neben dem anspruchsvollen Trainingsprogramm mit Themen aus Taktik, Strategie und Endspiel wird mir vor allem das Überraschungsschachturnier am Samstagabend wegen seiner vielen dramatischen Szenen in Erinnerung bleiben: Lasse, dem der schon sicher geglaubte Turniersieg nach dem Kommando "Das Brett wird gedreht!" noch aus den Händen glitt. Nils, der davon profitierte und ihm den ersten Platz noch streitig machte. Enno, der cool auf genau dieses Kommando gesetzt hatte, zieldtrebig auf Selbstmatt spielte und dieses nach dem ersehnten Kommando sofort exekutierte. Platz 3 war der (verdiente?) Lohn. Oder Hugo, der genrös trotz zweimaligen unmöglichen Zuges von Lian weiterspielte und dies bitter bereute, als er die Partie noch verlor...

Gelernt haben wir auch: Offensichtlich schlechte Züge sind streng verboten ("Wir schütteln jetzt mal 'ne Colaflasche so lange bis sie explodiert!"), und scheinbar gute Züge ("Wir sammeln Kastanien!") können sich dennoch als nachteilig erweisen (wenn daraus eine Kastanienschlacht wird und man am Handgelenk so unglücklich getroffen wird, dass es wirklich weh tut).Ganz wie in einer echten Schachpartie also...

Genug der Worte - hier noch einige Fotos:

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Gegen Denken lässt sich in der Tat nichts sagen, nur, dass es eine Arbeit ist, die jeder selbst leisten muss.

Johann Wolfgang von Goethe

Schachaufgabe

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