Die Siebte kann auch gewinnen

Geschrieben am 09.12.2019 von Axel Cremerius

SFK VII - Germania Kupferdreh IV 4,5-3,5

Nachdem wir in den ersten beiden Runden jeweils 4-4 gespielt hatten, wollten wir in der 3.Runde der Kreisliga endlich auch mal gewinnen. Die Voraussetzungen dafür waren gut: Bereits drei Wochen vor dem Termin lagen die Zusagen aller Stammspieler vor. Zum ersten Mal konnten wir also in unserer stärksten Aufstellung antreten. Als Gäste empfingen wir die 4. Mannschaft von Germania Kupferdreh. Die Kupferdreher waren in etwa gleichstark, an den ersten Brettern leichte DWZ-Vorteile, an den unteren Brettern leichte DWZ-Nachteile, so dass ein Kampf auf Augenhöhe zu erwarten war.

Nach nicht einmal einer ganzen Stunde Spielzeit meldete unser Brett 4 Achim Kühn einen Sieg. Ob Achim seinen Gegner jetzt überspielt hat oder ob dieser patzte, kann ich hier nicht sagen. Hauptsache gewonnen, 1-0. Danach folgte ein weiterer schneller Sieg unseres 8. Brettes Günther Klas. Dieser spielte ein Königsgambit, das seinen Gegner vor große Probleme stellte. Günther sagte mir nach der Partie, dass er diese Stellung bereits eine halbe Million mal auf dem Brett hatte. Sein Gegner anscheinend nicht, somit 2-0 nach noch nicht einmal anderthalb Stunden. So konnte es weitergehen.

Leider kamen unserem 2. Brett Markus Kontny einige Bauern abhanden, so dass er verlor: Nur noch 2-1. Es folgten zwei Remispartien unserer Jugendspieler Lukas Rasch (Brett 3) und Marco Werth (Brett 5) zum Zwischenstand von 3-2. Die spätere Analyse dieser Partien mit Lukas Schimnatkowski zeigte, dass Beide wohl verfrüht remisiert hatten. Lukas hatte mehrere gute Fortsetzungen und Marcos Stellung war sogar forciert gewonnen.

An Brett 1. spielte ich, trotz meines Debakels in der ersten Runde wieder die Skandinavische Verteidigung. Diesmal die von Sergey Tiviakow häufig gespielte Variante mit 3. - Dd6. Meine Erfahrungen mit dieser Variante waren ein Schnellschach und Blitzturnier, sowie eine einzige Turnierpartie vor ca. 3 Wochen, die Remis endete. Nach dem Mittelspiel behielt ich einen Läufer gegen einen Springer sowie noch beide Türme und die Damen auf dem Brett. Obwohl der gegnerische Springer zwischenzeitlich wesentlich besser als mein Läufer positioniert war, zeigte die spätere Computeranalyse, dass die Remisbreite nie wirklich überschritten war. Schließlich ließ sich mein Gegner dazu hinreißen, einen offensichtlich vergifteten Bauern zu verspeisen. Das kostete ihn zunächst seinen Springer wegen einer Fesselung, wenig später verlor er nach einer Ablenkung auch noch die Dame! 4-2, nur noch ein Remis fehlte zum ersten Sieg. Dieses folgte kurze Zeit später an Brett 7 durch Bugrahan Corak zum 4,5-2,5. Damit war der Mannschaftssieg vorzeitig erreicht. Friedel Dicks Niederlage an Brett 6 zum Endstand von 4,5-3,5 hatte nur noch statistischen Wert.

Die 4. Runde führt unsere Mannschaft am 19.01.20 nach Kettwig zur 2. Mannschaft der dortigen Schachgesellschaft. Die Kettwiger sind zur Zeit Tabellenletzter. Aber in dieser Liga geht es so eng zu, dass wir die Kettwiger sicherlich nicht unterschätzen werden.

Zurück

Das Staunen ist eine Sehnsucht nach Wissen.

Thomas von Aquin

Schachaufgabe

<<  <  >  >>
-