Ein mühsamer Sieg

Geschrieben am 20.11.2019 von Bernd Sauer

SFK 3 – OSV 2 4,5:3,5

Mit einem mühsam herausgespielten 4,5:3,5 Sieg über den Tabellenletzten der Verbandsliga, den  SV Oberhausen, erkämpfte sich die dritte Mannschaft die ersten zwei wichtigen Punkte und verschafft sich etwas Luft im Abstiegskampf.

Nach den zwei Niederlagen zum Saisonstart war klar, dass dieser Mannschaftskampf unbedingt gewonnen werden musste. Die Umsetzung gestaltete sich dann aber doch schwieriger als gedacht. Bei einer beruhigenden 3:0 Führung deutete zunächst alles auf einen ungefährdeten Heimsieg hin, mit fortschreitender Spielzeit wurde es dann aber doch eng.

  • Josua an Brett 8 startete mit Unterstützung des Gegners bereits in der Eröffnungsphase einen vehementen und überzeugend vorgetragenen Königsangriff, der nicht zu verteidigen war und das 1:0 brachte.
  • Gerd an Brett 6 gewann früh einen Bauern, den der Gegenspieler wegen einer ungeschickten Figurenaufstellung geben musste. Im weiteren Spielverlauf konnte Gerd seinen Stellungsvorteil ausbauen und zum 2:0 führen.
  • Noel an Brett 4 baute aus der Eröffnung heraus eine vielversprechende Angriffsposition auf, die den Gegenspieler vor erheblich Verteidigungsprobleme stellte und in einem Figurengewinn mündete – der Rest war Formsache und es stand 3:0.
  • Erich hatte ein optische besseres Turmendspiel, das er trotz des Remisangebots des Gegners weiterspielten wollte. Leider wurde der Freibauer des Gegners letztlich in eine Dame umgewandelt und die Position war nicht mehr zu halten – 3:1.
  • Willy an Brett 1 stand zwischenzeitlich kritisch, konnte die Stellung zum Glück aber halten und brachte mit seinem Remis das 3,5:1,5.
  • Bernd an Brett 7 hatte eine solide und strategisch vorteilhafte Stellung, aber ohne direkten Gewinnweg. Der Gegner lockerte dann unvorsichtig seine Königsstellung, schwächte seine Struktur und verlor einen wichtigen Bauern. Das Endspiel mit Qualitätsvorteil und starkem Freibauer war dann nicht mehr zu halten und brachte uns das erhoffte 4,5:1,5 und damit vorzeitig den Sieg.
  • Die noch laufenden Partien von Werner an Brett 3 und von Jonas an Brett 5 waren leider nicht zu halten. Werner hatte eine strategisch schlechte Stellung, die Freibauern des Gegners im Zentrum lähmten jegliches Gegenspiel – 4,5:2,5.
  • Jonas hatte bis ins Springerendspiel einen Bauern weniger. Gefühlt sind solche Stellungen schwierig zu spielen, eventuell gab es bei genauer Verteidigung eine kleine Remischance, aber im praktischen Spiel war die Position nicht zu halten – 4,5:3,5.

So waren wir am Schluss froh, den knappen Mannschaftserfolg verbuchen zu können – gewonnen ist eben gewonnen. Punktemäßig haben wir jetzt Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen, aber wir müssen in den nächsten Spielen unbedingt weiter punkten um ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle zu gelangen.

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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.

Sokrates

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