Ein weiterer Punkt für SFK5

Geschrieben am 05.11.2018 von Edgar Schmitz

Verbandsbezirksliga: SFK5 erreicht ein 4:4 gegen Gelsenkirchen1

Beim zweiten Meisterschaftsspiel konnte unsere Mannschaft SFK5 einen Punkt mitnehmen. Große Freude konnte aber bei uns nicht aufkommen, da vom Spielverlauf her doch mehr möglich gewesen wäre. Unsere Mannschaft spielte mit Ausnahme von Brett 8 mit Heinz-Jürgen Losch, der kurzfristig durch den Ausfall von Alexander Tipp in die Mannschaft kam, in gewohnter Aufstellung.

Die vom DWZ-Schnitt her favorisierten Gäste gingen auch früh an Brett 3 in Führung. Samir Fattah wählte in der Englischen Eröffnung den Symmetrie-Aufbau mit c5:

Diagramm 1

Aufgrund einiger Ungenauigkeiten und eines verfrühten Damenausflugs nach a5 konnte Schwarz größere Materialverluste nicht vermeiden.

Diagramm 2

Gespielt wurde noch 40.Td7+ - Kc5 41.Txd5 - Kxd5 42. b7 1-0.

Nico Spies konnte mit Schwarz an Brett 7 nach der Eröffnung zufrieden sein:

Diagramm

Im Mittelspiel verlor er etwas den Faden und erreichte folgende Stellung:

Diagramm 4

Hier hätte er mit 17...Txc6 gefolgt von 18...Ld2 weiter Druck machen können. Nach der Partiefortsetzung 17...bxc6 musste er sich bald mit einem Remis zufrieden geben.

An Brett 2 spielte Luca Zamhöfer gegen die Aljechin-Verteidigung. Er entschied sich dabei für die Abtauschvariante mit Sbd2:

Diagramm 5

Nach Springertausch auf c6 entstand diese Position:

Diagramm 6

Schwarz zog gierig 20...Lxh2+, um sich für die schlechtere Bauernstruktur mit einem Mehrbauern zu belohnen. Aber nach 21.Kxh2 Dxe4 22.Lb5! Dh4 konnte Schwarz größere Materialverluste nicht mehr vermeiden. Es folgte 23.Lxc6 Sf6 24.Lxe8 Sg4 25.Df4 Txe8 26.d5 und Schwarz stand auf Verlust.

Diagramm 7

Es folgte noch 26.Ld7 27.Txe8 Lxe8 28.Tc1 und Schwarz gab auf. Eine schöne Partie von Luca Zamhöfer!

Ich hatte an Brett 1 einen Sizilianer mit 3.Lb5 auf dem Brett, wobei Weiß im Mittelspiel keine ernstzunehmenden Gewinnversuche unternahm: Remis nach 24 Zügen.

Der Mannschaftskampf stand nach 4 gespielten Partien 2:2 und ich war optimistisch, dass wir den Kampf noch gewinnen würden, da bei 3 der noch laufenden Partien die Katernberger die deutlich besseren Stellungen hatten.

Günter Liszka an Brett 4 gehörte nicht zu den Glücklichen. Er spielte mit Weiß einen offenen Sizilianer und hatte aufgrund eines Eröffnungsfehlers eine deutlich schlechtere Stellung.

Diagramm 8

Nach dem Springeropfer auf f3 war die Sache entschieden, es folgte noch 32...Sxf3! 33.Kh1 Sxe1 0-1

Durch die Niederlage von Günter Liszka gingen die Gelsenkirchener also erneut in Führung, aber diese währte nicht lange, denn Rolf Weber an Brett 5 hatte mit Schwarz seine Stellung Schritt für Schritt verbessert und konnte im weiteren Verlauf der Partie einen gefährlichen Freibauern in der d-Linie bilden:

Diagramm 10

Es folgte noch 35...d2 36.f6 d1D 0-1.

Nach dem erneuten Ausgleich zum 3:3 mussten aus den verbleibenden Partien 1,5 Punkte her, um den Mannschaftskampf noch zu gewinnen. Bekanntlich gibt es ja nichts Schwierigeres als eine gewonnene Stellung im Schach auch abschließend zu gewinnen! Stefan Zell, der sich mit Weiß an Brett 6 eine sehr gute Stellung erspielt hatte, verlor leider den Faden und stand am Ende völlig mit leeren Händen da. Nun führte Gelsenkirchen 4:3. Zum Glück konnte Heinz-Jürgen Losch seine gute Leistung mit dem Gewinn seines Bauernendspiels krönen und zum 4:4 ausgleichen.

Am 11.11.2018 spielen wir gegen den Oberhausener SV 3, eine der stärksten Mannschaften in unserer Gruppe. Es wäre schön, wenn wir dem hohen Favoriten ein Bein stellen könnten!

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Konfuzius

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