Eine Runde weiter

Geschrieben am 31.01.2011 von Bernd Rosen

Schulschach: Leibniz-Gymnasium qualifiziert sich für die Regierungsbezirksmeisterschaft - Tim Dette erfolgreichster Spieler

In einer Zwischenrunde mit vier Städten bzw. Kreisen setzten sich die SFK-Spieler Tim Dette, Lukas Schimnatkowski, Anna Bérénice Döpper und Cem Celik an die Spitze der WK III (Jahrgang 1996 und jünger) und verhalfen ihrer Schule erstmals zum Einzug in die Meisterschaft des Regierungsbezirks Düsseldorf, die am 15.02.2011 in Solingen ausgetragen wird. In der WK II (Jahrgang 1994 und jünger) kam die Leibniz-Auswahl (mit Jan Dette, André Kolbe und Clemens Waidelich) dagegen nicht über den 3. Platz hinaus.

Im entscheidenden Spiel der WK II unterlag Leibniz dem St. Anna - Gymnasium aus Wuppertal mit 3:1 - nur André Kolbe konnte seine Partie in dieser Begegnung gewinnen. Im nächsten Jahr allerdings sind die Wuppertaler für diese Altersklasse zu alt, während Leibniz ausschließlich mit Spielern der Jahrgänge '95 und '96 antrat.

Einen dramatischen Verlauf nahm das Turnier in der WK III. Während die Leibniz-Schüler in der 1. Runde "plangemäß" mit 4:0 gegen das Gymnasium Wülfrath gewannen, unterlag der Vorjahressieger Karl-Ziegler-Schule dem Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium aus Wuppertal recht deutlich mit 1:3 – damit bahnte sich ein Dreikampf um den Turniersieg an.

Der Kampf in der 2. Runde gegen die Karl-Ziegler-Schule schien schon frühzeitig hoffnungslos: Zwar hatte Cem schnell gewonnen, aber Lukas und Anna Bérénice misshandelten ihren Franzosen fürchterlich und mussten beide aufgeben. Auch Tim Dette hatte im Mittelspiel schon einen Bauern eingebüßt. Aber mit unbändigem Kampfgeist holte er sich den Bauern zurück und spielte im Endspiel "bis zur letzten Patrone": Gerade als die Partie mit K+B gegen K auf ein unvermeidliches Unentschieden zusteuerte, überschritt sein Gegner die Zeit: Endstand des Kampfes 2:2!

Nichts für schwache Nerven war dann auch das entscheidende Spiel gegen das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium. Cem spulte seine Partie einmal mehr in Windeseile herunter, diesmal allerdings zog er den kürzeren: 0:1. Lukas dagegen opferte mutig einen Bauern für Angriff und vermeldete nach etlichen weiteren Zügen: "Matt!" – 1:1. Tim am Spitzenbrett gewann schon in der Eröffnung zwei Bauern und gab den Vorteil nicht mehr aus der Hand: 2:1! Nun hing alles von Anna ab, die ganz schlecht aus der Eröffnung gekommen war und zwei Bauern weniger hatte. Doch im Endspiel zeigte sie sich ihrer Gegnerin klar überlegen: Sie nahm ihr Bauer um Bauer ab und gewann am Ende souverän: 3:1! Die junge Mannschaft (Jahrgänge 1997 bis 2000!) belegte damit Platz 1 – ein toller Erfolg!
Die Punkte holten: Tim Dette (3:0), Lukas Schimnatkowski (2:1), Anna Bérénice Döpper (2:1) und Cem Celik (2:1)

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Dass das Schachspiel, diese wunderbare Gabe aus dem Morgenlande, nicht nur das edelste und schönste aller Spiele ist, sondern, auch an der Grenze von Spiel, Kunst und Wissenschaft stehend, zu den größten geistigen Genüssen gehört, diese Behauptung wird jeder Schachspieler gerne bestätigen.

Dr. Siegbert Tarrasch

Schachaufgabe

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