Leibniz gegen Goethe

Geschrieben am 05.02.2016 von Bernd Rosen

Zweiter Titel für die Schachkekse

Leibniz-Gymnasium gegen Goethe Gymnasium - das war das beherrschende Duell der Schulschachmeisterschaft in der WK IV. In einem Herzschlagfinale setzte sich die Leibniz-Mannschaft schließlich durch: Im Finale wurde das Goethe-Gymnasium mit dem Glück des Tüchtigen 3:1 besiegt. Die neu formierte Mannschaft mit vier SFK-Spielern hat sich damit das Startrecht für die Landesmeisterschaft erkämpft, die am 11.03.2016 in Kamen stattfindet.

Insgesamt gingen 8 Mannschaften an den Start, wobei ich neben dem traditionell starken Gymnasium Wolfskuhle vor allem das Goethe-Gymnasium mit drei Vereinsspielern der Schachfreunde Werden als stärkste Konkurrenten ansah. Zunächst wurden zwei Vorgruppen gebildet, in denen die Finalisten ausgespielt wurden. Hier besiegten wir im ersten Spiel die Albert-Einstein-Realschule deutlich mit 3,5:0,5 – nur Jan hatte großes Glück, dass er mit einem Bauern gegen Dame und Läufer des Gegners noch ein Remis herausholen konnte. In Runde 2 gegen das Maria-Wächtler-Gymnasium gab es sogar einen entspannten 4:0 – Sieg. Somit ging es im letzten Gruppenspiel gegen das Goethe-Gymnasium nur noch um die Platzierung in der Gruppe. Trotzdem ging es in diesem Kampf an fast allen Brettern drunter und drüber – das schließliche Unentschieden könnte man also als leistungsgerecht ansehen. Vor allem Luca hatte am Spitzenbrett gegen den starken Daniel Kolstö das Glück, dass dieser den letzten Fehler beging. Auf der anderen Seite verlor Justin seine Partie durch Zeitüberschreitung, als er nur noch einen Zug zum Mattsetzen benötigt hätte. Jan hatte seine Partie recht klar gewonnen, Marius ebenso deutlich verloren.

Das 2:2 gegen das Goethe-Gymnasium reichte für den Gruppensieg, weil wir in den übrigen beiden Kämpfen einen halben Brettpunkt mehr erzielt hatten. Dadurch blieb uns im Halbfinale die Wolfskuhle erspart – die deutlich schwächere Don-Bosco-Auswahl stellte keinen echten Prüfstein dar, sondern wurde mit 4:0 klar besiegt. Da Goethe sich im zweiten Halbfinalspiel knapp gegen Wolfskuhle durchsetzte, kam es im Finale also zum zweiten Aufeinandertreffen gegen das Gymnasium aus Bredeney. Leider verlor Marius auch diesmal die Übersicht und wurde schnell Matt gesetzt. Justin stand schnell gut und gewann diesmal sicher. Luca profitierte von einem Blackout seines Gegners, der im Handgemenge seine Dame einbüßte. Den Sieg stellte dann Jan mit einem sehr glücklichen Punktgewinn sicher: Anstatt seinen König sofort Matt zu setzen spielte seine Gegnerin einen unnötigen Vorbereitungszug. Diese Atempause nutzte Jan, um nun seinerseits in 2 Zügen den gegnerischen König zu erbeuten und die Partie somit noch zu gewinnen.

Erfolgreichster Spieler unserer Auswahl war Luca, der bereits an zwei Stadtmeistertiteln der Kantschule beim Grundschulturnier beteiligt war und nun bei seinem ersten Einsatz im Leibniz-Trikot am Spitzenbrett alle Partien gewann. Aber auch Justin (Brett 2 / 4:1 Punkte), Jan (Brett 3 / 3,5:0,5) und Marius (3:2) trugen maßgeblich zu diesem neuen Erfolg der Schachkekse bei.

Gruppe A

Rang Schule MP BP
1 Leibniz-GY 5,0 9,5
2 Goethe-GY 5,0 9,0
3 Maria-Wächtler I 1,0 3,0
4 Albert-Einstein 1,0 2,5

Gruppe B

Rang Schule MP BP
1 GY Wolfskuhle 6,0 10,5
2 Don-Bosco-GY 3,0 7,0
3 Burg-GY 0,0 1,0
4 Maria-Wächtler II 3,0 5,5

Halbfinale

Tisch Schule - Schule Erg.
1 Leibniz-GY : Don-Bosco-GY 4:0
2 GY Wolfskuhle : Goethe-GY 2:2 (3:7)
3 Maria Wächtler I : Burg-GY 3,5:0,5
4 Maria Wächtler II : Albert-Einstein RS 1,5:2,5

Finale

Tisch Rang Schule - Schule Erg.
1 Platz 1/2 Leibniz-GY : Goethe-GY 3:1
2 Platz 3/4 Don-Bosco-GY : GY Wolfskuhle 0:4
3 Platz 5/6 Maria Wächtler I : Albert-Einstein-RS 3:1
4 Platz 7/8 Burg-GY : Maria-Wächtler II 3,5.0,5

In der WK 1 musste sich das Maria-Wächtler Gymnasium mit Henrik Kennemann am Spitzenbrett mit dem 2. PLatz begnügen. Wolfskuhle hatte hier die Nase vorn. Seyfullah Seker (Rochade Steele/Kray) besiegte Henrik in der entscheidenden und letztlich aussschlaggebenden Partie.

Noch einen Katernberger konnte ich an diesem Tag begrüßen: Valentin Malyschkin besucht inzwischen das Burg-Gymnasium, das nach längerer Pause wieder mit einer Mannschaft vertreten war.

Zurück

Schach kuriert Kopfschmerzen.

John Maynard Keynes

Schachaufgabe

<<  <  >  >>
-