SFK 2 weiterhin siegreich

Geschrieben am 13.11.2018 von Jan Dette

Horst Emscher - SFK II 2,5:5,5

In der 4. Runde der Regionalliga Ruhr spielten wir in Gelsenkirchen gegen den SV Horst-Emscher 1. Ohne Einzelniederlage und mit 3 Siegen durch Martin Villwock, Lukas Schimnatkowski und Josua Kudelka hieß es am Ende 5,5:2,5 für uns. Trotz unseres DWZ-Übergewichts vor allem an den hinteren Brettern hätte der Kampf durchaus knapper ausgehen können.

Früh einigte sich Bernd Dahm mit seinem Gegner auf Remis (nach gegenseitigen Angeboten in Zug 13 und 20). Zu diesem Zeitpunkt hatte der Mannschaftsführer Jan Dette wohl die schlechteste Stellung: In einem Tarrasch-Franzosen hatte er mit Schwarz dem Gegner gefährliche Initiative gegeben und daraus folgend den h7-Bauern eingestellt. Glück im Unglück sah der Gegner Gespenster und langte beim zweiten Bauern nicht zu. So konnte Jan mit einem kleinen Trick die Stellung vereinfachen, woraufhin sein Gegner Remis bot. 1:1

Eine starke Partie zeigte Josua. Mit Schwarz spielte er in einer Spanischen Partie schon früh auf Königsangriff, bot eine Qualität an, die sein Gegner allerdings verschmähte. Später manövrierte Josua seine Schwerfiguren auf die g- und h-Linie, sodass diese Stellung mit Schwarz am Zug entstand.

Diagramm 1

Nach 1...Tg3+ 2. Tf3 folgte 2...Lxd4+! mit entscheidendem Materialgewinn, es geschah weiter 3.Kxd4 Dc5+ 4.Kd3 Txf3+ 5.Dxf3 Dxg1, wonach Weiß aufgab. Damit gingen wir mit 2:1 in Führung und an den anderen Brettern sah es auch vielversprechend aus.

Am 6. Brett spielte Nikitas Gegner in der Eröffnung einen Zug, von dem Nikita wusste, dass er schlecht war, aber den Grund nicht mehr kannte. So landete der schwarze König bereits nach 9 Zügen auf f7. Unbeirrt spielte er stark weiter und erreichte eine ansehnliche Stellung, in der sein Gegner sich gezwungen sah, 2 Leichtfiguren für einen Turm und einen Bauern herzugeben. Mit noch 3 Minuten auf der Uhr und etwa 10 Zügen zu machen, gab Nikita sicherheitshalber Dauerschach und damit war die Partie Remis. 2,5:1,5.

Die Stellung an Brett 2 war mir den ganzen Kampf über unklar. Martin hatte in einem modernen Benoni seine Spezialvariante mit Schwarz gespielt und seinen freien b-Bauern bis nach b3 vorgerückt. Nachdem sein Gegner einige gute Möglichkeiten verpasst hatte, verlief er sich mit seinem König auf f3 und g4, was Martin konsequent bestrafte. Damit stand es 3,5:1,5 und es liefen noch 3 Partien, aus denen ja wohl noch ein Punkt zu holen sein sollte.

Die kritischste Stellung hatte wohl Marcus Bee am Spitzenbrett. Aus dem Mittelspiel heraus war früh ein Endspiel mit jeweils einem Springer und gleichfarbigen Läufern entstanden. Nach Springertausch war zwischenzeitlich folgende Stellung mit Weiß am Zug entstanden.

Diagramm 2

Um das Eindringen des schwarzen Königs in die weiße Stellung zu verhindern, spielte Marcus 1.Lb2 mit baldigem Remisschluss. Weitaus stärker wäre hingegen 1.g5!! gewesen, da beispielsweise 1...fxg5 2.Lxg5 hxg5 an 3.f6 mit Bauernumwandlung scheitert.

Beim Stand von 4:2 versuchte Max Heldt zwar noch etwas aus seiner aktiven Stellung zu machen, musste aber bald ins Remis einlenken und sicherte damit den Mannschaftssieg. 4,5:2,5

An Brett 7 war nach einem interessanten Mittelspiel (nach dem Motto „Bauer für Spaß geht immer“) ein remises Turmendspiel entstanden. Lukas spielte aber weiterhin aktiv und konnte sogar einen Bauern gewinnen, was an der Stellungsbewertung wohl nicht viel geändert hat („Alle Turmendspiele sind Remis“). Jedoch verteidigte sich sein Gegner zu ungenau, sodass Lukas die Lucena-Stellung erreichte und damit einen vollen Punkt einfuhr. 5,5:2,5

Damit war der Kampf beendet und SFK 2 steht aktuell mit 3 Siegen auf dem 2. Tabellenplatz hinter dem nächsten Gegner Mülheim-Nord 3, die aber ein Spiel mehr haben. Der Kampf findet am 16.12.2018 um 14:00 Uhr in der Zeche Helene statt und wir hoffen auf Unterstützung durch viele Zuschauer.

Weitere Informationen im Ergebnisportal.

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