SFK II rückt auf den Aufstiegs-Relegationsplatz vor

Geschrieben am 24.02.2020 von Bernd Sauer

SFK II – SK Münster III 5,5:2,5

Mit einem ungefährdeten 5,5:2,5 Sieg im Heimspiel gegen Münster 3 verbesserte sich die zweite Mannschaft auf den 2.Platz der NRW-Klasse. Der Sieg hätte noch höher ausfallen können, wenn nicht das Schachspiel mal wieder eine der eigentlich nicht erklärbaren tragischen Geschichten geschrieben hätte: Valentin Payes Kanders hatte seinen Gegenspieler mit einem fulminante Angriff schon in der Eröffnung überspielt und mit einer schönen Kombination eine Figur gewonnen – der erste Punkt war im Grunde schon auf der Habenseite verbucht. Mit einer Mischung aus Frust- und Vereinfachungszügen entwickelte der Gegenspieler dann solch eine Dynamik auf dem Brett, dass Valentin im Springerendspiel trotz Mehrfigur in heftige Turbulenzen geriet. Ich habe nicht alle Einzelheiten mitbekommen, im Nachhinein nur gehört, dass die Stellung sogar zum Zeitpunkt der Aufgabe eventuell nicht verloren war. Schach kann grausam sein! So eine Niederlage ist für einen jungen Spieler natürlich schmerzhaft, aber man lernt aus solchen Erlebnissen….

Den Punkt zum 1:0 erkämpfte Max Heldt – in einer messerscharfen Eröffnungsvariante mit vielen taktischen Verwicklungen behielt Max den Überblick und zwang den Gegenspieler zur Aufgabe.

Martin Villwock legte zum 2:0 nach. Nähere Einzelheiten zum Spielverlauf dieser Partie kann ich leider nicht liefern. Wichtig war einfach, dass die Mannschaft bereits frühzeitig auf die Siegerstrasse eingebogen war.

Für den 3. Punkt sorgte Yakub Irkilmez. Ein starkes Bauernzentrum, unterstützt vom mächtigen Springerpaar, stelle die Verteidigung der gegnerischen Königsstellung vor unlösbare Probleme.

Eine ähnliche Konstellation hatte Jan Dette. Nach Überwindung der Eröffnungsschwierigkeiten hatte er im beginnenden Endspiel mit einer gefährlichen Turm/Läufer-Combo und auf den König zulaufenden Bauern Zug um Zug mehr Stellungsvorteil und konnte Material gewinnen -  das war der vorentscheidende Punkt zum Mannschaftssieg.

Für die Remispartien sorgten Bernd Dahm, Volker Gassmann und Bernd Sauer:

  • Bernd Dahm hatte eine solide Position aufgebaut die dem Gegner keine Gewinnchancen einräumte.
  • Volker stand optisch vielleicht immer etwas schlechter, hatte aber die Position  gut unter Kontrolle und sicherte das Remis.
  • Für das Endergebnis sorgte Bernd Sauer, im ersten Spiel für die zweite Mannschaft. Dabei ist zu erwähnen ist, dass er von 2002-2006 erfolgreich für Münster 3 gespielt hatte und somit frühere Mitspieler in der Zeche Helene begrüssen konnte. Im Spielverlauf musste er lange eine schlechtere Stellung verteidigen – im entstandenen Damenendspiel hatte er dann gewisse Vorteile. Aber eine dreimalige Stellungswiederholung führte zum Remis.

Zwei Runden vor Saisonende ist die zweite Mannschaft auf den 2. Tabellenplatz vorgerückt, der zu einem Entscheidungsspiel um den Aufstieg berechtigt. In Anbetracht des vermeintlich leichten Restprogramms sollte der Platz eigentlich zu verteidigen sein. Aber: Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen! (Die Autorenschaft dieses Spruchs wird inzwischen so vielen Leuten zugeschrieben, dass sich der tatsächliche Urheber wohl nicht mehr ermitteln lässt)

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Das Schachspiel ist ein Kampf, aber hauptsächlich wohl gegen die eigenen Fehler.

Unbekannt

Schachaufgabe

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