SFK 3 verliert knapp und glücklos

Geschrieben am 14.01.2018 von Bruno Müller-Clostermann

Nur Nikita gewinnt gegen Sodingen/Castrop 2

Die 5. Runde der Verbandsliga Ruhr bei Sodingen/Castrop 2 begann für uns  sehr hoffnungsvoll. Die vier Weißpartien standen nach einer Stunde sehr günstig: Bei Nikita Gorainow (Brett 3) und Jürgen Armbrüster (Brett 7) sah es nach vollen Punkten aus, und Martin Villwock (Brett 1) und Bruno Müller-Clostermann (Brett 5) konnten nach der Eröffnung einen schönem Vorteil vorweisen. Leider glückte es nur Nikita seine Partie zu gewinnen, wobei er das Kunststück fertig brachte, die ersten 10 Züge mit nur einer(!) Minute Bedenkzeitverbrauch zu absolvieren, schaffte also in Summe 4 Minuten Zeitgutschrift und einen Uhrenstand von 1h 44m (Startzeit 1:40), während sein Gegner die  Stellung schon nicht mehr im Griff hatte. Offenbar war Nikita bestens vorbereitet! 

Ich erlaube mir den Spaß, Nikita durch ein Bild aus dem Jahr 2012 zu würdigen, welches ihn als Essener U12-Vizemeister bei der Siegerehrung zeigt. Vor über 5  Jahren durfte ich ihm diesen Pokal überreichen, heute spielen wir zusammen in der gleichen Mannschaft.

Auch Jürgen überspielte seinen Gegner völlig, spendierte eine Figur ("Opfer" konnte man das wirklich nicht nennen) gegen vier Bauern inklusive heftigem Königsangriff, verlor dann den Faden und musste nach einem aus dem scheinbaren Nichts entstehenden Gegenangriff notgedrungen in einen Remisschluss einwilligen. 

Inzwischen hatte Holger (Brett 2) - bei seiner Premiere mit Holländisch - nach leichten Eröffnungsproblemen ein sicheres Remis erreicht, während Tim Dette  (Brett 8) trotz oder vielleicht  gerade wegen vieler Abtäusche in ein etwas schlechteres Endspiel geriet, das er gegen den gegnerischen (und remisunwilligen) Mannschaftsführer nicht halten konnte. Zwischenstand 2:2. 

Josua Kudelka (Brett 4) und sein Kontrahent, der sich zwar laut eigener Aussage auf den falschen Gegner (nämlich unseren Urlauber Jürgen Riesenbeck), aber auf die richtige Eröffnung vorbereitet hatte, diskutierten die Grünfeldindische Abtauschvariante und einigten sich schließlich wegen Materialmangel auf die Punkteteilung.

Edgar Schmitz (Brett 6) musste lange eine gedrückte Stellung verwalten, bevor ihm die Befreiung gelang und er in fast schon besserer Stellung ebenfalls einen halben Punkt beisteuern konnte. Ihr Berichterstatter konnte seine hoffnungsvolle Stellung (in der Eröffnung +1) nicht weiter ausbauen und  schaffte nur ein Remis ("Alle Turmendspiele sind Remis"). 

Neuer Zwischenstand nach ca. 5 Stunden, kurz vor 19 Uhr: 3,5 zu 3,5.

Nach 19 Uhr lief nur noch die Partie von Martin Villwock, der seinen Gegner zwischen dem 30. und 39. Zug mit souveränem Spiel in eine prekäre Lage manövriert hatte. Im verflixten 40. Zug  (trotz > 10 Minuten Restzeit) unterlief ihm  in vermutlicher Gewinnstellung - so sahen das jedenfalls die optimistischen SFK3-Kibitze - ein überscharfer Angiffszug, der den möglichen Sieg  verdarb. Sein Gegner behielt die Nerven, startete einen Gegenangriff, und nach  6 1/2 Stunden Spielzeit hieß es 4,5:3,5 gegen uns. Sehr unglücklich und irgendwie nicht gerecht. :-(

Unsere Gratulation geht schweren Herzens nach Herne, an den neuen Tabellenführer! Wir selbst stehen jetzt nach dieser unserer ersten Saisonniederlage mit 6:4 Punkten im Mittelfeld und stellen unsere Aufstiegsambitionen in die Regionalliga bis auf weiteres zurück.

Am 4.2.2018 hoffen wir zu Hause in der Zeche Helene durch einen Sieg gegen Erkenschwick 2  zumindest den Klassenerhalt sicher zu stellen.

Alle Ergebnisse im NRW-Ergebnisportal!

Zurück

Bis jetzt ist Weiß einer wohlbekannten Analyse gefolgt. Aber jetzt begeht er einen schrecklichen Fehler: Er beginnt seinen eigenen Kopf zu benutzen.

Dr. Siegbert Tarrasch

Schachaufgabe

<<  <  >  >>
-