Unser Hauptmann in Köpenick

Geschrieben am 17.06.2014 von Bernd Rosen

Ulrich Geilmann berichtet vom Politikerturnier 2014 in Berlin-Köpenick

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Der Teamchef unseres Bundesligateams ist da bekanntlich keine Ausnahme. Er berichtet in seinem unnachahmlichen Stil über seine jüngsten Erlebnisse in Berlin. Freuen Sie sich auf einen reich bebilderten Reisebericht der besonderen Art:

Die Lasker Gesellschaft, ein veritabler Verein, der sich insbesondere um das kulturelle Erbe des deutschen Schachweltmeisters Emanuel Lasker verdient macht, führt in regelmäßgen Abständen ein Schnellschachturnier für bundesdeutsche Würdenträger durch. Vielleicht ist dem einen oder anderem Katernberger erinnerlich, dass unser Jürgen Riesenbeck dieses Politikerschachturnier im Jahre 2007 sogar einmal gewonnen hat und Gerhard Meiwald im gleichen Turnier den 3. Platz belegte. Als ich also vor einigen Wochen die mehr freundliche Einladung erhielt, an diesem Turnier teilzunehmen, war mir das natürlich sofort präsent. Ehrensache, dass ich zumindest versuchen wollte in die Katernberger Fußstapfen zu treten, auch wenn ich aktuell kaum an Gerds Bedeutung und Jürgens Gewicht heranreiche. Aber, man wächst schließlich mit den Aufgaben und was meine Körpermaße betrifft, befinde ich mich ja bekanntlich zumindest auf einem guten Wege.

Das Turnier sollte am 14.06.2014 in Berlin-Köpenick stattfinden. Als Spiellokal war die Eisern Lounge im Stadion Alte Försterei des 1. FC Union auserkoren. Ein Ort mit Ambiente, der zudem ein angenehmes public viewing eines WM-Fußballspiels ermöglicht. Letzteres war mir eigentlich schnuppe, weil sich meine Welt ja bekannter Maßen nur um das eckige Brett mit den 32 Spielsteinen und 64 schwarzen und weißen Feldern dreht.

Aber erstmal hinkommen, denn die Umweltschäden des Pfingstgewitters hatten ja zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Ruhrgebiet geführt. Das konnte ich natürlich nicht annähernd erahnen als ich vor knapp einen Monat die Anreise mit der Deutschen Bahn buchte.

Dennoch führ ich am 13.06.2014 nach einem ausgiebigen Mittagessen frohgemut um 14.10 Uhr in Alpen los. Plangemäß hätte ich dann um 19.20 Uhr in Berlin ankommen sollen. Die Fahrt mit dem Niederrheiner nach Duisburg war dann auch absolut unproblematisch. Ich kam um 14.45 Uhr an und eigentlich sollte es dann um 15.10 Uhr weitergehen.

In Duisburg lief dann aber tatsächlich gar nichts mehr. Kein Zug ging. Was also tun?

Eine kurze Nachfrage beim überfüllten Info-Schalter ergab, dass die Bahn inzwischen einen Busersatzverkehr zwischen Duisburg über Bochum nach Dortmund eingerichtet hatte. Der nächste Bus sollte um 15.20 Uhr ankommen. Ich also zur Busstation.

Dort war zu meiner Überraschung nur ein kleiner Menschenauflauf entstanden, so dass sich auch meine Laune wieder verbesserte. Auf das deutsche Organisationstalent ist also doch verlass, dachte ich. Alles wird gut! Doch wie sehr ich mich irrte, sollte ich bald erfahren.

Der avisierte Bus kam jedoch zunächst rechtzeitig an. Der Fahrer überraschte uns dann allerdings mit der mürrischen Mitteilung, dass er jetzt erstmal eine Rast von 45 Minuten brauche, da er erst eine Lenkzeitenpause einhalten müsse. Begeisterungsstürme auf der Galerie! Wieso da nicht von vornherein ein 2. Mann auf dem Bock saß, verstand niemand. Aber wenigstens konnten wir schon mal unser Gepäck einladen. Vorzeitiges Einsteigen war natürlich nicht drin.

Nach genau 50 Minuten öffnete der Busfahrer dann schließlich die Pforten seines Gefährts und es ging hinein. Auffällig war allerdings, dass der Bordcomputer des Fahrzeugs nach dem Start des Motors ständig einen enervierenden Warnton von sich gab. Die Bitte, dieses Geräusch irgendwie abzustellen, wurde mit der Bemerkung „…geht nicht – Kühlwasser fehlt…“ abgewiesen. Ich ahnte plötzlich, dass das ab jetzt eine Höllenfahrt werden würde.

Zunächst konnten wir also die Freuden des einsetzenden Berufsverkehrs genießen. Ein Stau nach dem anderen. Die A 40 ist ja landesweit bekannt für Ihren zügigen Verkehrsfluss. Doch zu allem Überfluss musste ja unser Bus diverse Tankstellenstops vornehmen, um das fehlende Kühlwasser aufzufüllen. Mir blieb jedenfalls unerfindlich, wieso man nicht von vornherein einen Ersatzbus stellte.

Als wir dann nach knapp 90 Minuten am Bochum Hbf ankam, überraschte uns der Fahrer mit der Mitteilung, dass wir erstmal einen Fahrerwechsel abzuwarten hätten, da seine Schicht jetzt erfreulicher Weise zu Ende sei. Auf Rückfrage, wann denn bitteschön mit dem neuen Fahrer zu rechnen sei, konnte er allerdings keine Auskunft geben. Hinter mir begann der Mob jedenfalls bereits mit den ersten Vorbereitungen, den Knaben zu lynchen.

Ich hatte danach den Papp endgültig auf und wollte nur noch nach Hause! Raus aus dem Bus!

Im Hauptbahnhof schnappte ich mir erstmal einen herumstreunenden Bahnbeamten und erkundigte mich, wie ich denn jetzt weiter verfahren solle. Als ich ihm im Rahmen der Diskussion um einen Taxischein mein ursprüngliches Reiseziel nannte, meinte der geduldige Bahnbeamter, dass das Problem leichter zu lösen sei, denn in knapp 35 Minuten würde ein Regionalexpresszug nach Dortmund fahren und dort hätte ich danach einen unmittelbaren Anschluss an einen planmäßigen ICE nach Berlin. Verblüfft und etwas ungläubig fand ich mich kurze Zeit später wartend auf dem entsprechenden Bahnsteig wieder.

Was soll ich sagen: Der Zug kam tatsächlich! Ein wenig später als beteuert, aber er war da! Und als ich dann um 18.40 Uhr in Dortmund ankam, stand auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig sogar wahrhaftig der versprochene Fernreisezug! Selbstredend war der jetzt voll wie Bolle und ich wurde danach mehrfach vom Platz vertrieben, da ich natürlich für diesen ICE keine Reservierung hatte, aber es lief von jetzt an angemessen flüssig weiter.

Jedenfalls kam ich um 22.35 Uhr ohne weitere Verzögerungen in Berlin an und war eine halbe Stunde später nach einer netten Taxifahrt im Hotel. Ich hatte dabei zum ersten Mal ein Hotelzimmer über das Internet gebucht und wurde angenehm überrascht. Das Eckzimmer war zwar etwas klein, verfügte aber alle erforderlichen Ausstattungsmerkmale, um sich wohl zu fühlen. Vor allem hatte ich einen überragenden Ausblick auf die Mündung der Dahme. Außerdem präsentierte sich mir das spektakulär beleuchtete Schloss Köpenick. Ich war wieder zufrieden mit der Welt, obwohl ich zwischendurch nichts mehr gegessen hatte.

Der Tag war lang und anstrengend. Insoweit ging ich müde – wenn auch mit leicht knurrenden Magen – ins Bett. Schon bald kam der Schlaf und ich träumte von nervig piepsenden Bussen, einem Lynchmob, der einen Busfahrer jagt und ein paar anderen Dingen, die Euch aber ehrlich gesagt überhaupt nichts angehen!

Um 5.30 Uhr wurde ich dann sanft durch die aufgehende Sonne und Vögelgezwitscher geweckt. Kann natürlich auch sein, dass in meinem Unterbewusstsein immer noch der Bus quietschte. Jedenfalls war ich wach und musste erstmal die Zeit bis zur Öffnung des Frühstücksraums überbrücken.

Da ich in jedem Fall den Verlockungen des hoteleigenen Blue-Movie-Kanals wiederstehen wollte – Schachspieler ähneln in dieser Hinsicht ja asketischen Heiligen – ging’s nach den üblichen morgendlichen Waschungen erstmal auf eine kleine Entdeckungsreise in die nahe Köpenicker Altstadt. Den Ausflug krönte ein Besuch des Rathauses, das bekanntlich ja einmal von einem gewissen Wilhelm Vogt in einem Husarenstück um die Stadtkasse, einige Pässe und Siegel erleichtert worden war. Irgendwie imponiert mich der kleine Mann, der sich seinerzeit als Hauptmann verkleidet die preußische Militärgläubigkeit zu Nutze machte.

Das ausgiebige Frühstück begann für mich dann kurz nach 7.00 Uhr. Rührei, Schinken, Lachsbrötchen, Wurstschnittchen, Obst, hinreichend Kaffee und Multivitaminsaft. Schließlich hatte ich noch was nachzuholen.

Danach machte ich mich dann zu Fuß auf dem Weg zum Stadion. Ich hatte gehört, dass diese Anlage vor Kurzem mit hohem ehrenamtlichem Engagement renoviert wurde. Ich war gespannt und wurde nicht enttäuscht. Die Fans haben hier in Eigenleistung viel erreicht. Ein tolles Ambiente. Im Moment stehen im Innenraum einige hundert Sofas, auf denen die Vereinsmitglieder auf einem Großraumbildschirm die Fußballweltmeisterschaft genießen. So nach dem Motto: Mein Stadion ist mein Wohnzimmer. Eine geniale Idee!

Ich wurde von Thomas Weischede, dem Chef der Lasker Gesellschaft, mit allen Ehren begrüßt. Das sollte ein erster Vorgeschmack auf das tolle Ambiente des Turniers sein. Erstmal half ich jedoch beim Aufbau. Ich war etwas zu früh vor Ort und wollte nicht nur durch extensives Kaffeetrinken auffallen. Katernberger machen sich halt nützlich!

Als dann aber nach und nach die ersten Gäste eintrafen, war klar dass das Turnier ziemlich vereinslastig werden würde. Leider fehlten auch die großen Namen. Man weiss ja, dass zum Beispiel die Herren Schmidt, Steinbrück, Schily oder Schäuble ganz passable Hobbyspieler sind; doch muss eine Einladung natürlich auch in deren Terminkalender passen. Ebenso fehlte der eigentliche Ehrengast, Altbundespräsident von Weizäcker, krankheitsbedingt. Da kann man halt nichts machen. Letztlich fanden sich jedoch 32 Enthusiasten mit zum Teil erheblicher schachlicher Reputation:

Rang Name Titel TWZ Verein Nation
1. Iwanow, Anna WIM 2239 SF 1891 Friedberg POL
2. Wintzer, Dr. Joachim FM 2208 SF Berlin 1903 e.V. GER
3. Dengler, Peter   2162 SC Unterhaching e.V. GER
4. Jordan, Dr. Dirk   2136 Dresden GER
5. Endress, Anna   2135 SF 1891 Friedberg GER
6. Jeske, Eckhard   2125 SSC Rostock 07 GER
7. Weischede, Thomas FM 2115 ELG GER
8. Bodach, Hans   2091 SV Dresden-Leuben GER
9. Müller, Reinhard   2070 SK Präsident RHWK GER
10. Dengler, Dijana WFM 2060 MSA Zugzwang 82 e.V. BIH
11. Seibicke, Ralf   2043 SV Rochade Magdeburg 96 GER
12. Kribben, Dr. Matthias   2002 SC Zitadelle Spandau 1977 GER
13. von Wantoch, Markus   1979   GER
14. von Hassel, Ulf   1947 SV Rochade Magdeburg 96 GER
15. Eisermann, Dr. Daniel   1941 SV Osram GER
16. Jeske, Kirsten   1868 SSC Rostock 07 GER
17. Geilmann, Ulrich   1848 Sportfreunde Katernberg GER
18. Langer, Michael S.   1843 SC Braunschweig GER
19. Kunz, Ernst   1795 Hamburger SK 1830 GER
20. Schreiber, Ralf   1753 Schachverein Hattingen e.V. GER
21. Pieck, Sarah   1674 SF 1891 Friedberg GER
22. Fitzke, Ulrich   1648 SV Bau-Union e.V. GER
23. Prüfert, Franziska   1560 SF 1891 Friedberg GER
24. Lutz, Oliver   1516 SV Rot-Weiß Neuenhagen GER
25. Schilling, Dr. Roland   1437 SV Osram GER
26. Tiedtke, Dr. Rainer   1436 SC SW Lichtenrade GER
27. Herwig-Päutz, Martin   1367 SF 1891 Friedberg GER
28. Jarchov, Frank   1307 SV Giengen GER
29. Nooke, Günter       GER
30. Edlich, Prof. Dr. Stefan       GER
31. Tetzlaff, Dr. Jörg       GER
32. Lindenberg, Peter       GER

Besonderen Glanz verbreiteten natürlich die Friedberger Burgfräuleins, die nicht nur durch gute schachliche Leistungen und ein gutes Marketing auffallen, sondern mehr als sympathische Zeitgenossen sind. Kurzum: Mädels zum verlieben!

Für mich begann das Turnier gleich mit einer Begegnung mit der polnischen WIM Anna Iwanow. Zwar kam ich dabei irgendwie erfolgreich aus der Eröffnungsphase, doch das Burgfräulein spielte einfach unbeirrt auf Königsangriff. Sie krönte ihre Attacke dann mit einem unparierbaren Turmopfer. Dem folgenden Matt war nicht zu entrinnen. Bravo!

Es folgte ein eher taktisch geprägtes Remis gegen Schachfreund Tiedtke. Irgendwie musste ich mich dabei erstmal an den Spielrhythmus gewöhnen, denn ich blitzte die Partien praktisch ohne Not runter.

In 3. Runde konnte ich dann tatsächlich einen Gewinn verbuchen. Jedenfalls war Ralf Schreiber so nett und ließ sich auf ein für ihn etwas nachteiliges Geplänkel ein, dass mit einem Materialgewinn für mich endete. Insoweit schöpfte ich die Hoffnung, vielleicht doch noch in der oberen Tabellenhälfte mitspielen zu dürfen.

Hans Bodach zeigte mir aber dann aber, was man tun muss, um einen Gegner die ganze Partie hindurch unter Druck zu setzen. Ich hielt lange zwar lange mit, doch im Endspiel verlor ich dann dennoch die Übersicht und stellte einen Klotz ein. Da half auch der mit breitem Grinsen vorgetragene Protest an den Schiedsrichter Bernhard Riess nichts, man würde mich hier nicht gut behandeln.

Danach wartete ein zweites Burgfräulein auf mich. Hier erkannte ich zu spät, dass sich eine Schachpartie niemals von alleine gewinnt. Jedenfalls konterte mich die clevere Franziska Prüfert nach meinem etwas zweifelhaften Eröffnungsexperiment gekonnt aus, in dem Sie mich am Damenflügel festlegte und am Königsflügel überrollte. Selten so charmant besiegt worden!

Mein nächster Spielpartner, Frank Jarchov, war dann so freundlich, eine etwas nachteilige Eröffnungsvariante zu spielen. Diesmal konnte ich einen nachhaltigen Druck aufbauen, der irgendwann zum Zusammenbruch der gegnerischen Position führte.

Gegen Oliver Lutz entstand danach eine lang anhaltende Abtauschorgie, die in einem absolut gleichen Endspiel endete. Dem Remis war nicht zu entrinnen.

Dann sah ich mich unvermittelt dem Hausherren gegenüber. FM Weischede betonte dabei, dass man ja in der Ausgangsstellung ziemlich ausgeglichen stünde. Ich bejahte dies mit der Bemerkung, dass allerdings einige Schachprogramme den Anzugsvorteil mit bis zu 0.2 Bauerneinheiten bewerten würden und zog 1. e4. Thomas Weischede zog postwendend 1. …d6 und bemerkte, dass diese Stellung ja eigentlich immer noch recht remislich aussehe. Nunja, auch dieser Bemerkung stimmte ich zu und bewegte den d-Bauern zwei Felder vorwärts. Lächelnd erwiderte der Fidemeister nun, dass sein Zug 2. …g6 auch nur ausgleiche. Endlich verstand ich den Wink mit dem Zaunpfahl und reichte ihm die Hand zum Unentschieden. Natürlich nicht, ohne mich zu entschuldigen, dass ich so eine lange Leitung habe, denn eigentlich hatten wir uns bereits bei unserer Begrüßung vereinbart, noch ein Gespräch über die künftige Zusammenarbeit der Lasker Gesellschaft mit der Schachbundesliga zu führen, was danach auch so geschah.

Damit musste ich dann in der letzten Runde mit den schwarzen Steinen gewinnen, um zumindest die 50 % - Marke zu erreichen. Prof. Dr. Edlich ließ sich aber nicht beirren und behielt lange den Anzugsvorteil. Ich konnte schließlich froh sein, dass ich da noch mit einem Remis davon kam.

Runde Gegner W/S Erg.
1 WIM Iwanow S 0
2 Tiedtke W ½
3 Schreiber S 1
4 Bodach S 0
5 Prüfert W 0
6 Jarchov W 1
7 Lutz S ½
8 FM Weischede W ½
9 Edlich S ½

Am Schluss sah ich mich so auf dem 24. Platz wieder. Eigentlich hätte ich enttäuscht sein müssen, aber ich hatte soviel Spaß an dem in jeder Beziehung exzellent organisierten und fairen Turnier, dass mir die Platzierung letztlich völlig egal war. Außerdem wurden wir von den netten Servicekräften des 1. FC Union Berlin so fürsorglich umsorgt, dass man sich zu jedem Zeitpunkt fast schon als VIP fühlte. Auch das Catering ließ keine Wünsche offen. Herz, was willst Du mehr.

Nach der Siegerehrung für die Herren Jeske, Dengler und Wintzer ging’s in eine der Ehrenlogen des Stadions zum public viewing, wobei auch diese Einladung mit einer hervorragenden Bewirtung verbunden war. Der Abend klang dann mit vielen Gesprächen und der Erkenntnis aus, ein paar neue Freunde gefunden zu haben.

Gleichwohl wurde ich langsam müde. Der Tag war ja doch mittlerweise lang geworden. Da ich außerdem am nächsten Morgen früh aus den Federn musste, verabschiedete ich mich nach dem Fußballspiel und schlenderte zum Hotel.

In Köpenick hatte mittlerweile ein Stadtfest begonnen, das schließlich mit einem Feuerwerk endete. Ich genoss die Feierlichkeiten von meinem kleinen Balkon und war dann angenehm überrascht, dass nach 23.00 Uhr tatsächlich Ruhe herrschte.

Am nächsten Morgen war ich dann wieder früher als nötig wach. Das war mir aber ganz Recht, da ich nach dem guten Frühstück noch beim Reisecenter der Bahn einen Teil des Reisepreises vom Freitag reklamieren wollte. Das gelang mir dann nicht, weil man dazu den Originalfahrschein einreichen muss. Aber ich hab das dann später noch schriftlich nachgeholt.

Wie auch immer: Die Rückreise war jedenfalls um ein vielfaches angenehmer als die Hinfahrt. Dabei hieß es zunächst noch, dass ich in Dortmund auf einen Regionalzug nach Duisburg umsteigen müsse, doch das war zum Glück dann nicht mehr nötig. Ich kam planmäßig nach Hause.

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Das Gefährliche an Halbwahrheiten ist, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird.

Hans Krailsheimer

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