Zum Unentschieden in der Verlängerung

Geschrieben am 29.01.2019 von Nicola Völckel

SFK 8 spielt 3-3 gegen Steele/Kray 4

Unsere 8. Mannschaft kann mittlerweile nur noch einen Spieler aus der Stamm-Mannschaft vorweisen, für die restlichen 5 Bretter erhalten wir regelmäßig tatkräftige Unterstützung aus der Breitensportliga. Wir traten also auch diesmal wieder mit 5 U14-Spielern an, die an Brett 5 durch Uli Greveler verstärkt wurden. Unsere sehr sympathischen Gäste von Rochade Steele/Kray 4 reisten dagegen mit einer Erwachsenenmannschaft an.

Ungewohnt war das „Ambiente“, denn wir saßen in der Zeche Helene inmitten des Spiels der 4. Mannschaft, da der kleine Raum zeitgleich für das Spiel der Jugendbundesliga genutzt wurde. Also hatte unsere Mannschaft von Anfang an Kiebitze und es wurde nicht nur von den Mitspielern neugierig auf die Bretter geschaut.

Besonders schwer hatte es Daniel Klaus an Brett 2. Ein Spieler mit 600 DWZ mehr, der jetzt auch noch Top-Scorer der Kreisklasse mit 5 aus 5 Punkten ist – so endete das Spiel leider schon nach 20 min. 0-1 für Rochade Steele/Kray. Auch Keanu Silva und René Klaus an den Brettern 3 und 4 kämpften gegen Gegner mit mehr als 1400 bzw. 1100 DWZ. René übersah ein Grundreihenmatt und Keanu konnte sich aus schlechterer Stellung trotz hartnäckiger Gegenwehr nicht mehr befreien.

Gewohnt ruhig gewann Ulrich Greveler an Brett 5. Schon einige Züge vor dem Matt des weißen Königs hatte er seinen Gegner höflich darauf hingewiesen, dass dieser einen ungültigen Zug gemacht habe, da nicht nur der weiße König im Schach stand, sondern auch das vermeintliche Fluchtfeld angegriffen war. Der Abwehrkampf der weißen Figuren dauerte entsprechend nur noch ein paar Züge.

Auch an Brett 6 hatten wir mit Lukas Rasch eine gewohnt starke Besetzung. Von Anfang an setzte Lukas seinen Gegner unter Druck. Kurzzeitig sah es so aus, als könnte dieser noch selbst einen passablen Gegenangriff starten, aber der nun kurz rochierte König von Lukas stand sicher in seiner Festung, während der König seines Gegners in der Brettmitte kaum Verteidiger hatte. Ein klarer Punkt für Lukas, der nun 4 von 5 Punkten erzielt hat und auf Platz 7 der Topscorer zu finden ist.

So stand es nach der „üblichen“ Spielzeit unserer Mannschaft von ca. 1,5 Stunden 3-2 für unsere Gegner.

Währenddessen hatte Samuel gegen seinen ca. 300 DWZ-stärkeren Gegenspieler einen leichten Vorteil erspielt – ein Ende der Partie war jedoch nicht abzusehen. Der 10-Jährige blieb auch dann cool, als sein erwachsener Gegner mit noch genau 1 Sekunde auf der Uhr den 40. Zug ausführte und somit 30 weitere Minuten Bedenkzeit erhielt.

Nach 3,5 Stunden (!) endete dann auch diese Partie: Samuel tauschte aus einer Stellung mit einem Mehr-Turm souverän in ein gewonnenes Bauernendspiel ab. Eine bärenstarke Leistung des jungen Nachwuchsspielers – und eine spannende Partie, die an diesem quirligen Schachtag in der Zeche Helene für längere Zeit die meisten Zuschauer anzog.


So endete der Mannschaftskampf noch unentschieden – und wir stehen „nur noch“ auf dem vorletzten Tabellenplatz!

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Neun von zehn Misserfolgen haben die gleiche Ursache: Mangelhafte Vorbereitung.

aus Amerika

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