Zweiter Platz für IM Sebastian Siebrecht

Geschrieben am 24.05.2005 von Bernd Rosen

3 Katernberger beim Pfingstopen des ESV Großenbaum

Sebastian SiebrechtZum 12.Mal veranstaltete der ESV Großenbaum in Duisburg sein Pfingstopen. Der ESV trägt seinen Namen als Eisenbahnerverein zu Recht: alle paar Minuten fährt unmittelbar am Vereinsheim, einem ehemaligen Bahnhofsgebäude, ein Zug vorbei. Trotzdem ließ es sich dort sehr gut Schach spielen. Verpflegung wurde zu günstigen Preisen angeboten (belegte Brote 50 Cent), und die Auslosung stand zeitnah im Internet.

Die gute Ausrichtung in den vergangenen Jahren, die günstige Lage und die Elo-Auswertung lockten in diesem Jahr 136 Spieler über Pfingsten nach Duisburg. Damit war auch die Kapazität des Spielsaals ausgereizt, der ESV Großenbaum hatte ein Limit bei 140 Teilnehmern gesetzt.

Martin VillwockVon SFK starteten IM Sebastian Siebrecht, Friedrich Dicks und ich: Sebastian Siebrecht startete souverän mit 4/4 und musste dann mit Schwarz gegen den einzigen anderen 4-Punkter, IM Thomas Henrichs, antreten. Henrichs überraschte ihn mit der 4.f3-Variante im Nimzoinder und gewann die Partie. Seinen Punktevorsprung konnte Thomas Henrichs über die Ziellinie retten und gewann das Turnier mit 6/7.

Mit 5,5/7 wurde Sebastian Zweiter nach Wertung. Punktgleich mit ihm waren GM Gerhard Schebler, Eduard Bakhmatov, IM Daniel Hausrath, Lars Stark, Johannes Rudolph, Boris Khanukov, Ilja Zaragatski und Jefim Rotstein. IM Gerlef Meins vom frischgekürten Deutschen Mannschaftsmeister Werder Bremen erreichte nur 5 Punkte.

Freidrich DicksNach zuletzt guten Ergebnissen spielte ich selbst wieder einmal ein sehr schlechtes Turnier.In der ersten Runde leistete ich mir eine Niederlage gegen den 15-jährigen Marcel Harff (SG Hochneukirch, DWZ 1766). Dieser Jugendliche sollte später die Überraschung des Turniers werden. Mit Andreas Söhnchen (Oberhausener SV) und Holger Lehmann (SV Wattenscheid) schlug Marcel Harff noch andere höher eingeschätzte Spieler und verbesserte seine DWZ um 135 Punkte.

Die Startniederlage warf mich aus der Bahn. Später verlor ich noch gegen einen anderen 1700er, und mein bester Gegner im gesamten Turnier hatte DWZ 1996. Vor diesem Hintergrund sind meine 4.5/7 ein schlechtes Ergebnis. Bis zu diesem Turnier hatte ich in 2005 nur gegen IMs verloren.

Unzufrieden war auch Friedrich Dicks. Zweimal veropferte er sich in gewonnenen Stellungen und verdarb damit jeweils noch die Partie zur Niederlage. Insgesamt kam er auf 2.5/7.

SFK-Spielleiter Axel Cremerius, ein Name, den man auch zweimal auf den Ehrentafeln des ESV Großenbaum eingraviert sieht (vor seiner SFK-Zeit spielte er bei Großenbaum), schaute mehrmals beim Turnier vorbei und war für die Katernberger der "4. Mann auf dem Feld".

Martin Villwock

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Oft bringt ein stiller Zug das Erdbeben.

Richard Retí

Schachaufgabe

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