Personalia

Jubilare

In der Mitgliederversammlung am 22.02. wurden nachträglich zwei Jubilare ausgezeichnet, die schon im vergangenen Jahr "gerundet" hatten: Heinz-Jürgen Losch wurde für die 50jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, bei Heribert Plasswich sind es sogar schon 70 Jahre, die er das SFK-Trikot trägt. Im Anschluss an die Versammlung stellten sich beide zum gemeinsamen Foto mit dem Vorsitzenden.

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Pokal? Läuft! (5)

Bereits zum dritten Mal in Folge siegte einer unserer Nachwuchsspieler beim Essener Einzelpokal: Nach Jan Dette (2016) und Timo Küppers (2017) war es nun Lukas Schimnatkowski, der sich den Titel des Essener Pokalmeisters sicherte. Am stärksten wackelte er wohl im Duell mit Jonas Jahrke, gegen den er vermutlich glatt auf Verlust stand. Im Halbfinale setzte er sich dann im Blitzen glatt mit 2:0 gegen Jan Dette durch, nachdem die reguläre Partie mit der Punkteteilung geendet hatte. Im Finale gewann der passionierte Springerfreund dann etwas überraschend dank des Läuferpaares eine überlegen geführte Partie. Allerdings war es ein Springerzug, nämlich das Scheinopfer 29.Sxe6, der ihn endgültig auf die Siegerstraße einbiegen ließ. Hier die Partie - danke an Turnierleiter Hans Krebs (Rochade Rüttenscheid) für die Übermittlung.

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Lasker für Sebastian Siebrecht

Hohe Auszeichnung für Sebastian Siebrecht: Die Lasker-Gesellschaft zeichnete ihn kürzlich mit dem Laskerkulturpreis aus. Dieser Preis wird im Andenken an den deutschen Weltmeister Emanuel Lasker (1868 - 1941) an Personen verliehen, die sich um die Förderung des Schachs als Kultur- und Bildungsgut verdient gemacht haben. Sebastian Siebrecht erhielt die Auszeichnung für sein Programm "Faszination Schach", mit dem er seit 2012 bundesweit bereits über 32.000 Kinder auf spielerische und unterhaltsame Weise mit dem Schach bekannt gemacht hat. Das Foto zeigt ihn mit Dr. Joachim Wintzer (Lasker-Gesellschaft). Wir gratulieren!

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Unser Mann in Barcelona

Die deutschen Schachseiten haben ja schnell über Timos Sensationserfolg in Barcelona berichtet, z.B. der Schach-Ticker und Chessbase. Auch der Lokalpresse war dies einen Bericht wert, z.B. der WAZ und dem Nordanzeiger. Mit einiger Verzögerung schließen wir uns den Gratulanten an (persönlich ist dies natürlich längst geschehen!).

IM-Norm, DWZ-Sprung auf 2247 Punkte, die ELO-Zahl wird in der Oktoberliste sogar um fast 150 Punkte auf knapp 2300 steigen - wie schön, dass sich der Erfolg beim Schach quantitativ scheinbar so objektiv messen lässt. Den Trainer interessiert jedoch vor allem, wie der Erfolg zustande kam - und da ist die Timos Erklärung, gestützt auf die Analyse der Partien, erstaunlich simpel: "Ich habe vor allem besser gerechnet als meine Gegner und - vor allem in der zweiten Turnierhälfte - keine verrückten Dinge gemacht und nicht zu viel von der Stellung erwartet. Außerdem habe ich natürlich davon profitiert, dass meine Gegner gegen mich gewinnen wollten."

Hinzufügen muss man natürlich, dass dahinter auch eine enorme Portion Arbeit steckt, die Timo zum großen Teil selbständig erledigt hat. Das harte Trainingsprogramm der letzten Monate, das vor allem auf dem Lösen ausgesuchter Studien beruhte, hat sich ebenfalls bezahlt gemacht.

Gern können Sie sich selbst ein Bild von Timos Leistung machen, denn Sie können die Partien hier - teilweise kommentiert - nachspielen:

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Zum vierten Mal deutscher Meister

Das Bild zeigt zwei Katernberger unter sich: Gerhard Meiwald, der Seniorenreferent des Deutschen Schachbundes, ehrt FM Willy Rosen bei der 30. Deutschen Senioreneinzelmeisterschaft in Hamburg für die Teilnahme an 25 (!) deutschen Seniorenmeisterschaften und "unzähligen" Starts bei der Deutschen Ländermeisterschaft (für NRW) sowie bei der Senioren-MannschaftsWM (mit SFK). Leicht lässt sich ausrechnen, dass der 85jährige an allen deutschen Meisterschaften teilgenommen hat, seitdem er im zarten Alter von 60 Jahren erstmals startberechtigt war, und dass nur fünf dieser Wettbewerbe ohne ihn stattgefunden haben.

Dass Willy Rosen nicht nur ein Viel-, sondern auch ein echter Topspieler ist, zeigte sich bei der anschließenden Siegerehrung: Hier durfte er nämlich noch einmal auf die Bühne, um die Auszeichnung als Deutscher Nestorenmeister 2018 entgegen zu nehmen: Mit 6,5 Punkten aus 9 Runden hatte er im Turnier 65+ das beste Ergebnis aller Teilnehmer über 75 Jahre erzielt. Nach 1953 (Deutscher Jugendmeister), 1993 (Deutscher Seniorenmeister) und 2010 (Deutscher Nestorenmeister) ist dies bereits sein vierter nationaler Meistertitel. Bedenkt man, dass diese Titel sich über einen Zeitraum von 65 Jahren erstrecken, wird eine sportliche Langlebigkeit erkennbar, die ihresgleichen sucht. Wir gratulieren Willy Rosen - nebenbei unser noch amtierender Vereinsmeister! - sehr herzlich zu dem herausragenden Erfolg und wünschen ihm noch viele erquickliche Stunden am Schachbrett!

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Wahre Schachfreunde

Seit über 70 Jahren sitzen Werner Nautsch und Willy Rosen Seite an Seite am Schachbrett: Immer in demselben Verein, fast immer in der gleichen Mannschaft, und bis heute auf außergewöhnlich hohem Niveau. Grund genug für unseren Verein, diese beiden Ausnahmekönner, denen wir sportlich wie organisatorisch so viel verdanken, mit einem erstmalig vergebenen Sonderpreis für ihr Lebenswerk zu ehren.

Willy und Werner unternahmen 1946 beim längst untergegangenen Verein Altenessen 24 ihre ersten Schritte auf dem Schachbrett. Werners Vater Hugo Nautsch und Albert Malitzki, Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft 1947, waren ihre ersten Schachlehrer. Für die beiden Freunde war es der Beginn einer außergewöhnlich langen und erfolgreichen Schachkarriere: Werner Nautsch verteidigte über Jahrzehnte das Spitzenbrett von SFKI in der ersten und zweiten Schachbundesliga und war besonders als Blitzspieler gefürchtet, wo er 1974 den 2. Platz der deutschen Meisterschaft erreichte. Willy Rosen wurde 1953 deutscher Jugendmeister, 1994 deutscher Seniorenmeister und brachte es dazwischen in seiner Paradedisziplin, dem Fernschach, zum Internationalen Meister und Nationalspieler. Beide zusammen führten die SFK-Seniorenauswahl zu zahlreichen vorderen Plätzen bei Welt- und Europameisterschaften. Bei der EM im Jahr 2003 fehlte nur ein halber Brettpunkt zur Bronzemedaille.

Noch immer schlagen sie eine scharfe Klinge und lassen ihre Gegner, die nicht selten ihre Enkel und Urenkel sein könnten, oft genug ganz schön alt aussehen. Wir wünschen ihnen und uns noch viele Jahre voller Freude am und Erfolg im königlichen Spiel!

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Caissa - eine griechische Göttin?

Liebe Schachfreunde, das ACO-Turnier auf Kos ist bereits Tradition: Schach in der Frühlingsonne der Ägäis - Meer, Wein, Meeresfrüchte und SchachfreundInnen inclusive! Vorsicht: Extreme Suchtgefahr, ich habe bereits vor dem Rückflug für 2019 geplant.

Einige Tage früher angereist hatte ich Gelegenheit, die südlich von Kos gelegene Vulkaninsel Nisyros zu besuchen - Lieblingsurlaubsziel von Jürgen Riesenbeck. Stefanos-Krater in der Inselmitte, ein echter „Vorzeigevulkan“. Riesenkrater, letzter Ausbruch 1887. Nach Ansicht der Geologen ist zur Zeit kein Ausbruch zu befürchten - aber die kochendheißen Schwefelfumarolen im Kratergrund stimmen den Besucher etwas mulmig… Das Bergdorf Nikia auf Nisyros ist ein Traum in Blauweiß, wie im Bilderbuch.

Zurück zum Wesentlichen: Eine „schachtheologische“ Frage, entstanden am Abend bei Rotwein und Blick auf das Meer: Ist Caissa wirklich eine griechische Göttin? Die Griechen kannten doch kein Schach?! (Verzeih mir die Frage,Liebste!)

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Pokal? Läuft! (2)

Nicht nur beim NRW-Mannschaftspokal sind wir nach dem souveränen Auftritt in Herne noch dabei - auch im Einzelpokal haben wir mit dem Essener Pokalmeister Timo Küppers ein heißes Eisen im Feuer: Nach einem klaren Sieg gegen Stefan Koth iim Achtelfinale und einem nervösen Blitzduell gegen Marius Eckert im Viertelfinale (das erst nach 8 Blitzpartien entschieden war!) wartete im Halbfinale mit dem Mülheimer Ilja Ozerov der erste nominell stärkere Gegner. Ausgerechnet dieses Duell verlief überraschend einseitig: Die von Schwarz gewählte Variante der holländischen Partie gilt aus gutem Grund als nicht ganz vollwertig, und Timo übernahm schon ausgangs der Eröffnung die Initiative am Damenflügel, wehrte die schwarzen Drohungen gegen seinen König mit leichter Hand ab und gewann in nur 28 Zügen überzeugend. Dieser Sieg sichert nicht nur den Einzug ins Finale, sondern auch das Weiterspielen auf NRW-Ebene.

Hier die Partie des Halbfinales zum Nachspielen:

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Das Schachspiel hat den Vorzug, dass geistige Macht so unwiderleglich bezeugt wird wie auf keinem anderen Feld.

Ernst Jünger

Schachaufgabe

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