SFK - Sommerschach

Großer Beliebtheit erfreut sich unsere Serie der Sommerschach-Turniere. An jedem Freitag der Sommerferien stellt zunächst ein "Spezialist" eine Eröffnungsvariante am Demobrett vor, anschließend wird ein Thematurnier mit dieser Eröffnung gespielt als Schnellschachturnier über fünf Runden.

Ergänzt wird unser Sommerprogramm durch einmalige Aktionen, z. B. ein Sommerblitzturnier, Chess960, einen Schaukampf zwischen SFK-Teams... Lassen Sie sich üebrraschen!

Gäste sind uns jederzeit willkommen!

Berichte vom Sommerschach

16.08.2017 18:06 von Bernd Rosen

Jürgens Schachnovelle

"Nur" 15 Aktive fanden sich ein, um den Vortrag von Jürgen Kraft über das Belgrader Gambit zu verfolgen und die gewonnenen Erkenntnisse beim anschließenden Thematurnier zu erproben. Doch wer nicht dabei war, der hat "echt was verpasst", wie wir im Ruhrgebiet sagen: In einem historisch / literarischem Exkurs schlug Jürgen einen weiten Bogen von den Anfängen des Belgrader Gambits über den Ausbruch des 2. Weltkrieges und Stefan Zweigs Schachnovelle bis in die Nachkriegszeit. Dabei bekannte er freimütig, dass die nähere Untersuchung der Varianten seine Begeisterung für diese Spielweise doch arg gemindert hat, da Schwarz neben der Annahme auch über komfortable Ablehnungen verfügt. Um den Spaß zu erhalten, war beim Turnier allerdings die Annahme des Gambits Pflicht, also die Zugfolge 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4.d4 exd4 5.Sd5 Sxe4.

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05.08.2017 09:58 von Bruno Müller-Clostermann

Gäste-Trio siegt beim Sommerblitz

Das unserem Sponsor innogy gewidmete Sommerblitzturnier zog erfreulicher Weise 27 Teilnehmer an, darunter 10 Nicht-SFKler. Der jüngste Teilnehmer im Feld war Jonas Jahrke (11 Jahre), der in Runde 4  dem ältesten Teilnehmer Willy Rosen (84) eine Niederlage beibringen konnte. Nach 11 Runden lagen vier Spieler eng zusammen an der Spitze und hatten mit 9 bzw. 8,5 Punkten einen deutlichen Vorsprung auf die Plätze 5-14, wo sich 10 Spieler mit 6,5 und 6 Punkten drängten.

Platz 1 erreichte Eugen Heinert (OSC Rheinhausen) mit einem einzigen Buchholzpunkt Vorsprung vor dem punktgleichen Jörg Ball (SC Listiger Bauer), beide 9 Punkte. Mit dem dritten Treppchenplatz und 8,5 Punkten komplettierte Becir Birdaini (SC RW Altenessen) den Triumph eines Gäste-Trios (im Bild). Dahinter wurde Marcus Bee mit ebenfalls 8,5 Punkten bester Katernberger.

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29.07.2017 15:27 von Jan Dette

Martin Rossolimo

Nach dem Schaukampf SFK 3 gegen SFK 4 und dem Chess960 - Turnier stand am letzten Freitag im Juli erstmals wieder ein Eröffnungsthema im Mittelpunkt unserer diesjährigen Sommerschach-Reihe: Martin Villwock präsentierte die Stellung nach 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 d6, die alternativ auch über die Zugfolge 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.Lb5+ Sc6 erreicht werden kann. Diesen Aufbau hatte er sowohl mit den weißen als auch den schwarzen Steinen bereits mehrfach auf dem Brett, und seine dabei gewonnen Erfahrungen vermittelte er den Anwesenden auf interessante und bei aller Kürze doch tiefschürfende Art und Weise. Er zeigte neben soliden positonellen Varianten auch chancenreiche Gambitfortsetzungen für beide Seiten, so dass die vorgesehene Vortragszeit leicht überzogen wurde und das nachfolgende Turnier mit leichter Verspätung begann.

Hier hatte Weiß mit 14:12 Gewinnpartien bei nur 4 Remisen knapp die Nase vorn (53% der Punkte). Den Turniersieg sicherte sich Bernd Rosen mit 4,5 Punkten vor Timo Küppers und dem starken Gast Eugen Heinert (OSC Rheinhausen). Der Vortragende Martin Villwock kassierte gleich in der ersten Runde eine Null gegen Günter Klas.

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23.07.2017 13:23 von Bruno Müller-Clostermann

Gelungenes Schach960-Turnier

Nach über 5-jähriger Pause - ich erinnere mich noch gut, dass unser damaliger Spielleiter Friedl Dicks in meiner Anfangszeit bei SFK ein Chess960-Schnellturnier organisiert hatte - gab es in der Zeche Helene dank Heinz-Jürgen Losch mit Unterstützung von Spielleiter Jan Dette eine Neuauflage.

 

Mit seinen einführenden Beiträgen auf der SFK-Homepage – Wie rochiert man eigentlich? -, der Stiftung von Preisen in Form von von Einkaufsgutscheinen für den Schachversand Niggemann (vgl. Bild)  und dem obligatorischen Einführungsvortrag direkt vor dem Turnier, hat Heinz-Jürgen ganz neue Maßstäbe für das inzwischen schon traditionelle Katernberger Sommerschach gesetzt.

 

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19.07.2017 11:39 von Bruno Müller-Clostermann

Schach960: Das Ponymatt

Zur Einstimmung auf das kommende Schach960-Turnier (Beginn: 19 Uhr! Einführung um 18:30 Uhr) gibt es hier noch einige Tips.

 

Die normale Startposition erlaubt ein schnelles Matt in 4 Zügen mit Dame und Läufer – das sogenannte Schäfermatt. Schneller geht es nicht, wenn man nicht verlangt, dass ein Spieler mit zwei  absonderlichen Zügen des g- und f- Bauern dem Gegner zur Hilfe eilt.

 

Werfen Sie nun einen Blick auf die Startposition Nr. 517. Beide Spieler haben im ersten Zug in natürlicher Weise je einen Springer aus dem sterilen Eckfeld befreit.

 

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14.07.2017 12:41 von Heinz-Jürgen Losch

Schach960: Überraschungen bei der Rochade

Beim Schach960 sind die Figuren auf der Grundreihe zwar durcheinander gewürfelt, die Regeln bleiben aber dieselben wie beim klassischen Schach oder beim Normalschach mit der Nummer 518. Trotzdem entstehen gerade bei der Rochade einige überraschende Wendungen, die einem Spieler bekannt sein sollten.

 

Was bleibt?

Nach Ausführung der Rochade aus allen Startpositionen steht bei der langen Rochade (0-0-0) der König anschließend auf c1 (bzw. c8) und der beteiligte Turm auf d1 (bzw. d8), bei der kurzen Rochade (0-0) der König auf g1 (g8) und der Turm auf f1 (f8). Das ist so wie beim Normalschach. Nur die Bezeichnungen lange oder kurze Rochade verlieren ihren Sinn.

 

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10.07.2017 22:01 von Bruno Müller-Clostermann

Schaukampf statt Sommerloch

Am kommenden Freitag (14.7.17, 17:30 Uhr) findet in der Zeche Helene ein freundschaftlicher Mannschaftskampf zwischen der „Dritten“ und der „Vierten“ statt, erstere aus der Regionalliga knapp in die Verbandsliga abgestiegen, letztere souverän aus der Verbandsklasse in eben diese Verbandsliga aufgestiegen.

 

Wir legen dabei die Mannschaftsaufstellungen der vergangenen Saison 2016/17 zu Grunde, erlauben uns aber einige Freiheiten in der Aufstellung, denn SFK 4 wird/muss mit zwei Ersatzspielern antreten, die an „passenden“ Brettern eingesetzt werden.

 

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09.07.2017 22:44 von Heinz-Jürgen Losch

Schach960: Start zum Sommerschach

Bobby Fischer, der legendäre US-Großmeister, der 1972 die Schachweltmeisterschaft gewann, schlug 1996 vor, durch eine neue Schachvariante – Fischer Random Chess – der ausufernden Eröffnungspaukerei vorzubeugen, indem man von einer zufälligen Startposition ausgeht. So ganz zufällig ist die Startposition nun auch wieder nicht:

 

  1. Die Bauern stehen weiterhin auf den bekannten Feldern, die Figuren auf der Grundreihe.
  2. Jeder Spieler besitzt einen weiß- und einen schwarzfeldrigen Läufer.
  3. Der König muss zwischen den beiden Türmen stehen.

Wendet man diese Regeln an, so sieht man, dass die Aufstellung des klassischen Schachs dazugehört, sie hat die Nummer 518. Aber es gibt noch 959 weitere Aufstellungen, alle diese erfordern bei den ersten Zügen kreatives Planungsdenken und nicht nur das Erinnern an bestimmte Zugfolgen.

 

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Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit.

Voltaire

Schachaufgabe

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