SFK - News

Die Pandemiegewinnler von Nordrhein-Westfalen

Ob ein Glas halb leer oder halb voll ist, darüber streitet die Menschheit vermutlich schon seit rund 3500 Jahren - der älteste sicher zu datierende Glaskelch entstand schließlich um das Jahr 1450 v. Chr. Noch viel älter und existenzieller allerdings ist ein ganz anderes Frage: Ist das noch genießbar, oder muss das weg? Von Beidem etwas hat das Saisonfinale beim Schach: Der Schachbund NRW holte die vor 16 Monaten sorgfältig verschlossene Flasche des Jahrgangs 2019 aus dem Keller, überklebte kurzerhand das alte Etikett mit dem neuen Aufdruck "Saison 2019/21" und kredenzte den Schachspielern das Tröpfchen mit dem Hinweis "Austrinken vom 26.6. bis 4.7. - aber beachtet dabei unbedingt die Hygieneregeln!".

Während etliche Mannschaften auf den zweifelhaften Trunk verzichteten, nahmen andere die Herausforderung an. Auch wir konnten sowohl in der Oberliga als auch in der NRW-Klasse mit vollzähligen Mannschaften antreten und können zumindest mit dem Ergebnis zufrieden sein: SFK 2 steigt als Tabellenführer in die NRW-Liga auf, und SFK 1 konnte dank eines knappen Sieges in Wuppertal den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern. Die Partie des Tages spielte dabei Bosko Tomic am Spitzenbrett, der nach überstandener Corona-Infektion zwar noch immer unter Geschmacksverlust leidet, dem der Appetit auf kleine taktische Gemeinheiten aber trotzdem nicht abhanden gekommen ist:

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Nils ist Ruhrgebietsmeister U14!

Nach langer Zeit ohne richtige Schachturniere fand an diesem Samstag endlich wieder die Ruhrgebietsmeisterschaft der U14 statt. Coronabedingt wurde das Turnier, welches üblicherweise im klassischen Format in der ersten Osterferienwoche stattfindet, als Schnellschachturnier in Dortmund ausgetragen. 9 Runden wurden gespielt, 9 Punkte waren möglich. Für SFK gingen Nils Berresheim und Daniel Klaus an den Start. Während Daniel in der oberen Hälft der Setzliste startete, war Nils an zwei gesetzt. Nur CM Robert Prieb, der schon Erfahrungen bei internationalen Jugendmeisterschaften sammeln konnte, war mit seiner DWZ von 2044 noch vor Nils gesetzt.

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Herzlichen Glückwunsch, Erich!

Jeder Schachspieler kennt die „Unsterbliche Partie“. Wer möchte nicht eine eigene „Unsterbliche“ spielen? Eduard Gufeld nannte seine beste Partie seine „Mona Lisa“. Ich weiß nicht, welche Partie Erich Krüger seine beste nennt, aber die folgende fantastische Kombination schaffte es, sogar in den strengen Augen von GM Gerald Hertneck, dem frisch gekürten Leistungsportreferent des Deutschen Schachbunds, zu bestehen. Ich habe selbst gesehen, wie sie in seiner Ausgabe der Enzyklopädie des Schachmittelspiels als besonders schön markiert war.

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Versöhnlicher Abschluss (7/7)

Mit der siebten Runde am vergangenen Freitag fand die diesjährige DSOL für beide Mannschaften ein Ende. Damit wird es zunächst erst mal keine längeren Partien mit Live-Kommentierung auf Twitch geben. Insgesamt war die DSOL ein guter Wettbewerb, um auch mal wieder Partien mit längerer Bedenkzeit zu spielen. Dabei kommt natürlich auch der Mannschaftsgedanke durch das Format der Vierer-Mannschaften nicht zu kurz, wodurch der Blick dann zwischendurch auch mal wieder auf ein anderes Brett fällt, was im Online-Schach eher eine Seltenheit ist. Daher ist die DSOL eine willkommene Abwechselung zum Blitzschach, wodurch auch tiefergreifende Analysen wieder lohnender werden.

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Überraschende Wendungen (6/7)

Die zweite Auflage der DSOL neigt sich langsam ihrem Ende zu. Trotzdem könnte es vor allem für SFK II nochmal spannend werden, denn die Geschehnisse der sechsten Runde schaffen wieder Raum für berechtigte Hoffnung auf das Erreichen der Endrunde (denn dafür qualifizieren sich jeweils der Erst- und Zweitplatzierte in einer jeden Liga). Nichtsdestotrotz möchte ich der Gewohnheit halber mit SFK I beginnen:

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Nachlese

Zu den schönen Gepflogenheiten beim Schach zählt die gemeinsame Analyse der Kontrahenten nach der Partie. Wie vieles andere ist auch diese schöne Praxis in den Corona-Zeiten auf der Strecke geblieben. Um so bemerkenswerter, dass Thomas Wessendorf und Matthias Blübaum nach ihrer Partie am vergangenen Freitag online einige Analysen austauschten. Dabei zeigt sich, dass Thomas alles andere als chancenlos war - im Gegenteil verpasste er im Mittelspiel die Möglichkeit, klar in Vorteil zu kommen. Hier können Sie diese interessante Partie mit den Kommentaren beider Spieler nachspielen:

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Ernüchterung (5/7)

Schon vor dem Mannschaftskampf der fünften Runde der DSOL war klar, dass SFK I gegen Deizisau (ELO-Schnitt 2662) krasser Außenseiter wäre. Umso unerfreulicher war die um 19:15 Uhr bekanntgegebene Aufstellung. Neben den zwei besten deutschen Spielern (Alexander Donchenko und Matthias Blübaum) brachte Deizisau auch noch die vermutlich momentan größte deutsche Schachhoffnung Vincent Keymer sowie den deutschen U16 Meister Ruben Gideon Kölner ans Bett. Somit wurden wir also mit der Top Spitze des deutschen Schachs konfrontiert. Sebastian Siebrecht sagte dazu in seiner Live-Show nach dem Interview mit unserem Vorsitzenden Bernd Rosen sehr treffend: „Alles andere als 4:0 wäre eine Sensation.“

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Vergeben und Vergessen (4/7)

In der vierten Runde der DSOL wurden wieder zwei ereignisreiche Mannschaftskämpfe gespielt. Beide Kämpfe wurden wieder live auf Twitch kommentiert, dieses Mal von Timo Küppers und Martin Grünter sowie Jan Dette und mir selbst. Dabei freuen wir uns immer über alle Zuschauer und versuchen stets technische Probleme so schnell wie möglich zu beheben, um das Zuschauen so angenehm wie möglich zu gestalten. Nichtsdestotrotz hält eine Live-Show viele technische Herausforderungen bereit, sodass wir hier um Verständnis bitten, falls nicht alles flüssig funktioniert, gleichzeitig aber auch dankbar für jede Rückmeldung sind. Nun aber wieder zum schachlichen Geschehen:

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Nichts ist hilfreicher als eine Herausforderung, um das Beste in einem Menschen hervorzubringen.

Sean Connery

Schachaufgabe

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