SFK - News

Josua Kudelka greift nach der Krone

Liebe Schachfreunde, eigentlich sollte am 20.7.18 in der Zeche nix los sein - wir hatten ja unseren Auftritt beim Parkplatz-Picknick in Katernberg. Es kam anders, wir hatten hohen Besuch: Alexander Aljechin - Tigran Petrosjan, so lautete die Paarung in der Vereinsmeisterschaft. Positioneller Mattangriff von Weiß gegen den Torwart des Schach! Nein, die beiden haben meines Wissens nie gegeneinander gespielt. Stellen wir uns aber vor, sie hätten es getan: Dann haben wir die Partie Joshua Kudelka - Volker Gassmann vor unserem Schachauge.

Es war einfach eine tolle Partie: Gegen Caro-Kann war Josua mit der Vorstoßvariante klar in Vorteil gekommen. Df6 und La1 (oha) gegen die aufgerissene schwarze Königsstellung. Der schwarze Springer auf g6 und die Königin auf f8 verdienten Mitleid. Aber: Es fehlte immer das eine Tempo zum Matt, da Volker sich aktiv und erbittert verteidigte. Der Höhepunkt im 30.Zug: Da zum Matt ein Zug fehlt, opfert Joshua seinen Läufer: 30: Le6! Nach Annahme des Opfers entsteht ein für Weiß gewonnenes Endspiel. Was spielt Volker? 30….Lf3! Gegenopfer, der einzige Zug. Nach Annahme des Opfers ist die Stellung äußerst unklar. Josua spielt á tempo Kh2. Volker gelingt es, den weissen Mattangriff zurückzuschlagen. Mit nur geringem Materialnachteil: S+B gegen T von Weiß bei ungleichfarbigen Läufern. Josua zeigte sein Können in einem schwierigen Endspiel.

Hallo,Ihr Beiden: Das war richtig sehenswert! Nur Bernd kann Josua noch stoppen: Falls (!!) er gegen Willy gewinnen sollte - was sehr unklar ist - entscheidet Buchholz - Caissa sei mit Dir Josua Alexander!

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Hitzeschlacht in französischen Gefilden

Ganz Deutschland steckt fest im Klammergriff des Tropensommers: Gärten verdorren, Wälder gehen in Flammen auf, Züge bleiben auf der Strecke liegen - das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Ganz Deutschland? Nein - in der Zeche Helene treffen sich dennoch einige Unentwegte und trotzen der Hitze, um ihren Variantenkoffer mit französischen Abspielen zu bestücken. Das Thema unseres diesjährigen Sommerschachs lautet bekanntlich "Französisch" - diese Wahl wurde übrigens schon im Frühjahr getroffen, lange bevor die Fußball-Weltmeisterschaft auch nur angestoßen wurde. Für 2020 schwanken wir noch zwischen "Italienisch" und "Spanisch" - oder doch lieber "Russisch"? Angebote werden noch entgegen genommen ...

Zum Schachlichen: Am zweiten Abend stand die Vorstoßvariante auf dem Programm. Als bekennender Französisch-Spieler hatte ich mir vorgenommen, Ideen auch für die weiße Partei zu zeigen. Das scheint mir gut gelungen zu sein, denn das Ergebnis von 17:6 bei 2 Remisen ist ein überwältigender Score für die Anziehenden. Ist die Vorstoßvariante doch die Widerlegung von Französisch? Auch ich selbst kassierte gleich zum Auftakt eine Schwarzniederlage gegen Lukas Schimnatkowski, konnte danach aber doch noch mit 4:1 Punkten den 1. Platz erreichen:

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Termine 2018/19

Die neue Spielzeit wirft ihre Schatten voraus: Im Erwachsenenbereich stehen bereits alle Paarungen der Saison 2018/19 fest und können im NRW-Ergebnisportal eingesehen werden. DerJugendbereich lässt noch etwas auf sich warten - vor allem die Tagesturniere im Ruhrgebiet dauern erfahrungsgemäß etwas länger. In der nachstehenden Tabelle sind alle Termine unserer zukünftig wieder 10 Mannschaften aufgelistet. Diese werden in Kürze auch in unseren Terminkalender eingebunden - die Mannschaftsaufstellungen müssen zum 01.08.2018 gemeldet werden und stehen dann ca. eine Woche später auch online zur Verfügung.

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Parkplatz Picknick 2018

Erstaunlich - ich hätte nie gedacht, dass Kinder so einfach für Schach zu begeistern sind! freute sich Matthias Rochel, Stadtteilsozialarbeiter beim Jugendamt Essen, über das große Interesse, mit dem die Kinder unsere Schachbretter beim Parkplatz Picknick in Katernberg stürmten. Wie es sich für diesen bunten Stadtteil gehört, war es ein gemischtes Völkchen, das uns da überfiel - und dann doch genügend Geduld aufbrachte, um sich die Gangart der Figuren erklären zu lassen und zu begreifen, dass die Figuren beim Wendeschach mit Absicht auf den gegenüberliegenden Seiten des Brettes stehen oder was es mit dem Geisterschach auf sich hat, bei dem alle Figuren gleich aussehen.

Danke an die Organisatoren von PACT Zollverein, die tolle Bedingungen für uns bereit hielten: Unsere Bretter konnten wir bei brütender Sommerhitze unter dem großen bunten Zelt aufbauen, und vom Jugendhof Neuhof hatten sie sogar ein Gartenschachspiel berbei geschafft. Danke auch an die zahlreichen Vereinsmitglieder, die die Gelegenheit zu einer Stippvisite nutzten. Am ausdauerndsten unterstützten mich Michael Wolff, Renate Oversohl und Jan Dette bei dieser tollen, aber auch anstrengenden Werbetour für das königliche Spiel. Hier einige Fotos:

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SFK 65+ bei der Team-WM in den Top 11

Bei der bestens organisierten Mannschaftsweltmeisterschaft der Senioren in Radebeul (7.-15.7.2018) erreichte das Katernberger Team in der Kategorie 65+ einen guten Platz 11.

Ganz vorne platzierte sich souverän der alte und neue Weltmeister Russia, gefolgt von Saint-Petersburg, den Nationalmannschaften Germany 2 und 1, England, France, Sweden und Norway, dazwischen die „Schwäbischen Franken“ und auf Platz 10 unsere alten Schachfreunde aus Eppingen als beste Vereinsauswahl.

Direkt dahinter kamen schon wir, noch vor Switzerland, Germany 3, Moldava, Belgium, Oranje (=Niederlande), Wales und Austria, um nur einige der Nationalteams aus dem Feld der 61 Mannschaften nennen.

Das Turnier begann für uns perfekt mit zwei Kantersiegen von jeweils 3,5:0,5, bevor uns zwei Niederlagen gegen Saint-Petersburg (Runde 3) und Germany 3 (in Runde 5) zurück warfen, wobei in beiden Begegnungen auch das umgekehrte Ergebnis möglich gewesen wäre. Schlechte Chancenverwertung!

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SFK bei der Senior World Team Championship

Das SFK-Team startet bei der Senioren-Mannschaftsweltmeisterschaft in Radebeul in der Kategorie 65+ mit Willy Rosen, Helmut Hassenrück (SG Gladbeck), Erich Krüger, Bruno Müller-Clostermann und Jürgen Riesenbeck und steht nach 4 Runden mit 6:2 Mannschaftspunkten und 11,5 Brettpunkten auf Platz 5 der Tabelle. Der Tabellenausschnitt (rechts im Bild) zeigt mit den Plätzen 1-14 einen Teil der insgesamt 61 Teams. 

Nach zwei hohen Auftaktsiegen mit jeweils 3,5:0,5 gab es gegen das favorisierte Team von Saint-Petersburg - inzwischen  knapp vor Russland Tabellenführer  - trotz guter Chancen auf volle Punkte durch Willy und Bruno am Ende doch eine 1:3-Niederlage. Da war mehr drin! 

In Runde 4 gegen Oberlausitz, die sowohl der Schweiz als auch Hessen ein 2:2 abgerungen hatte, gab es erneut einen Kantersieg: Wieder 3,5:0.5! Das zweite Foto (unten) zeigt das erfolgreiche Team; Ihr Berichterstatter fehlt auf dem Bild weil in Runde 4 spielfrei und nur als Kiebitz und Fotograf aktiv!

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Geht doch!

Am vergangenen Sonntag belohnte sich unsere Jugendmannschaft, bestehend aus Timo, Lukas, Nikita, Jonas und Cem, nach einer starken Leistung mit dem dritten Platz bei den diesjährigen NRW Blitzjugendmannschaftsmeisterschaften. 18 Mannschaften aus ganz NRW waren für dieses Turnier nach Krefeld gekommen, um ihren Blitzmeister zu ermitteln.

Als dritter der Setzliste gestartet, gelang uns zunächst ein sauberer Start. So wurden die ersten vier Runden sicher gewonnen. Erst in Runde fünf mussten wir uns zum ersten Mal gegen einen nominell schwächeren Gegner mit Remis begnügen. Und dies wurde uns auch im weiteren Verlauf des Turniers zum Verhängnis. Bis zur 15. Runde kassierten wir insgesamt 4 Unentschieden. Da wir bis dahin jedoch auch noch nicht verloren hatten, lagen wir immer noch knapp hinter Porz I und den Brackelern auf Platz drei, dicht gefolgt von der Mannschaft aus Paderborn.

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Wachablösung

Gewinnt Voker Gassmann nach dem Schnellschachpokal auch die Vereinsmeisterschaft? Die Grundlagen dazu legte er jedenfalls in der vorletzten Runde des Turniers mit einem klar herausgespielten Erfolg gegen Bernd Rosen, der seinem geliebten "toten Benoni" diesmal kein Leben einhauchen konnte. Mit diesem Sieg übernahm er die Tabellenführung - Bernd Rosen und Josua Kudelka folgen nun mit einem halben Punkt Rückstand. Und mit einem Sieg gegen Volker könnte sogar Josua seiner noch jungen Karriere ein erstes Glanzlicht aufsetzen.

Die zweite Spitzenpaarung führt Vater und Sohn ausgerechnet in der letzten Runde gegeneinander: Bernd Rosen muss gegen Vater Willy antreten, der den Höhenflug von Überraschungsmann Michael Wolff in einer Kurzpartie stoppte. Hier die Ergebnisse der 6., die Paarungen der 7. und letzten Runde sowie ein Partiefragment aus Mamikonyan - Kraft, kommentiert von unserem graecophilen Schachfreund Jürgen Kraft:

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Die Welt gehört denen, die zu ihrer Eroberung ausziehen, bewaffnet mit Sicherheit und guter Laune.

Charles Dickens

Schachaufgabe

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