Oldies But Goldies

OSEM 2014 in Büsum: Nestorenmeister Werner Nautsch

Bei der 8. Offenen Schleswig-Holsteinischen Senioreneinzelmeisterschaft „OSEM 2014“ in Büsum gewinnt Werner Nautsch dank besserer Sekundärwertung knapp vor Willy Rosen den Nestorenpreis und ist damit Schleswig-Holsteinscher Nestorenmeister 2014! Nach gutem Schlussspurt erreichten Werner und Willy mit 6,5 Punkten in der Gesamtwertung den geteilten Platz 3. Das Turnier fand zum zweiten Mal in Büsum statt und war mit 104 Teilnehmern sehr gut besucht. Das im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Spiellokal “Büsumer Pesel”, weil auf der Deichkrone des Büsumer Hauptstrandes gelegen, und die perfekte Turnierorganisation lassen für die künftigen Turniere weiteren Zulauf erwarten. Der Termin für OSEM 2015 steht schon fest: 24.9.-2.10.2015.

Ein ausführlicher Turnierbericht von Organisator Gerd Meiwald (übrigens seit 52 Jahren Mitglied bei den Sportfreunden Katernberg!) steht auf der Seniorenseite des DSB.

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7. Willi-Knebel-Turnier: Sieger Willy Rosen!

Die beiden im Willi-Knebel-Turnier mit 6,5 Punkten führenden Spieler starteten gut in die letzte Runde: Willy Rosen erreichte mit den schwarzen Steinen gegen den Doppelfianchettoaufbau seines Gegners Manfred Achenbach zunächst Ausgleich und wegen eines isolierten, weißen Doppelbauern später sogar leichten Vorteil. Jurij Vasiljev inszenierte gegen den unrochierten, schwarzen König von Lothar Tochtrop einen aussichtsreichen Angriff, worauf Schwarz früh ein Remis anbot. Weiß lehnte nach langer Überlegung ab, verbrauchte viel Zeit und fand nicht die richtige Fortsetzung. Nach einem Bauernverlust machte nunmehr Jurij Vasiljev selbst ein Friedensangebot, das sofort angenommen wurde. Das war das akustische Signal für Willy Rosen am Nachbarbrett, seinem Gegner ebenfalls Remis anzubieten, was prompt angenommen wurde.

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Entscheidung im Fernduell

In der vorletzten Runde kamen Willy Rosen und Jurij Vasiljev zu vollen Punkten. Da sie in der 7. Runde bereits gegeneinander gespielt haben, hängt ihre Platzierung im Falle eines Sieges von den Ergebnissen der anderen Spieler ab. Dabei hat Willy Rosen aufgrund seiner besseren Buchholzzahl aktuell die besseren Chancen.

Ihre Siege gegen Helmut Hassenrück und Erich Krüger wurden in der 4. Stunde durch Freibauern errungen, deren Umwandlung nur durch entscheidenden Materialverlust verhindert werden konnnte.

Einfacher hatten es Manfred Achenbach und Dr. Dieter Gierse an den Brettern 3 und 4. Beide führten die weißen Steine, und beide kamen nach gegnerischen Schnitzern in der Eröffnung früh in materiellen Vorteil. Peter Heinzel stellte zwei Bauern ein und gab bereits im 14. Zug auf, Friedhelm Dahlhaus vergaß den schwarzen e-Bauern vorzuschieben und verlor im 10. Zug seinen Königsspringer.

Beachten Sie auch die Rangliste nach der 8. Runde.

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Neues Spitzentrio

Am 1. Brett zwischen Jurij Vasiljev und Willy Rosen entwickelte sich aus der klassischen, damenindischen Eröffnung eine lange Auseinandersetzung, die nach und nach an Schärfe gewann. Es enstand ein Turmendspiel, wobei jeder ein verbundenes Freibauernpaar besaß. Die weißen Bauern auf b5 und c6 waren weit vorgerückt, der weiße König auf der 6. Reihe unterstützte sie. Dem schwarzen Freibauernpaar auf g6 und h4 fehlte die königliche Unterstützung, der schwarze König war mit Verteidigungsaufgaben vollauf beschäftigt. Hier immer die richtigen Züge zu finden ist sehr, sehr schwierig, deshalb endete die Partie Remis. Der mehr als 100 Jahre alte Spruch von Siegbert Tarrasch bewahrheitete sich einmal mehr: "Alle Turmendspiele sind remis!".

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162 Jahre - 162 Kilo - 4210 DWZ

Das ist auf eine Kurzformel gebracht die Beschreibung der Spitzenpaarung beim 7. Willi-Knebel-Gedenkturnier. Zwei Senioren, die so viele Jahre auf dem Buckel haben, genau so viele Kilo auf die Waage bringen und so ein herausragendes und vor allem kämpferisches Schach spielen, findet man in Deutschland nicht so leicht ein zweites Mal. Dass sie darüber hinaus seit Jahrzehnten im selben Verein spielen, ist sicher einmalig in den Deutschen Landen.  Das gibt es nur bei den Sportfreunden Katernberg aus Essen.

Dementsprechend war die Partie am ersten Brett zwischen Willy Rosen (W) und Erich Krüger (S) sportlich hart umkämpft   und die Entscheidung fiel erst in der 5-ten Spielstunde als alle anderen Partien bereits beendet waren.  Ein weißer Freibauer von Willy auf c6, blockiert durch einen Turm, ein schwarzer Freibauer auf d2 von Erich, blockiert durch einen Springer, sorgten für eine spannungsgeladene Stellung. Der schwarze König hatte eine etwas unsichere Position, da die weißen Schwerfiguren deutlich aktiver standen. Willy Rosen verlor durch eine Unachtsamkeit  den a-Bauern, seine Figuren behielten aber  ihre Überlegenheit und schnürten die schwarze Stellung ein, so dass der weiße König ungefährdet nach vorne marschieren konnte. In den letzen 15 Minuten konnte Erich Krüger dem Druck aufgrund der gegnerischen Mattdrohungen nicht mehr standhalten und musste trotz materieller Überlegenheit den vollen Punkt abgeben.

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Neuer Spitzenreiter

Nach fast 5 Stunden Spieldauer und 64 Zügen erreichte Erich Krüger die Spitzenposition in der 5. Runde des Willi-Knebel-Gedenkturniers. Er spielte eine lange Kampfpartie gegen Hermann Hagermann, der mit 4 Punkten auf dem 1. Platz stand. Krüger holte mit den weißen Steinen einen leichten Vorteil aus der königsindischen Eröffnung heraus, den er später zu einem Bauerngewinn verdichten konnte. Es entstand ein Turmendspiel mit zwei Vorteilen für Weiß: Ein Mehrbauer und ein aktiver König. Das reichte zu einem überzeugenden Gewinn.

Durch die Ergebnisse an den anderen Brettern rückten die Favoriten näher zusammen. Nur Bernhard Schippan, dreimaliger Gewinner des Willi-Knebel-Gedenkturniers, und Helmut Hassenrück gerieten durch ihre Niederlagen gegen Manfred Achenbach bzw. Dr. Heinz-Dieter Gierse etwas ins Hintertreffen. Aber es sind ja noch 4 Runden zu spielen.

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"Ich hab´ bescheuert gespielt!"

Das war der Kommentar von Peter Heinzel nach dem Verlust der Partie in der Spitzenpaarung  der 4. Runde der Ruhrgebietsmeisterschaft.  Sein Gegner Hermann Hagermann verlor schon im 12. Zug durch ein Versehen einen weißen Zentralbauern - nur wegen seiner aktiveren Figuren konnte er noch auf ein Remis hoffen. Kurz vor der ersten  Zeitkontrolle stellte Heinzel nacheinander drei Bauern ein. So behauptete der vom Schachglück begünstigte Hermann Hagermann den 1. Platz, er führt nun mit vier Siegen alleine die Tabelle an.

Am heutigen Montag war das nicht die einzige "Montagspartie". Schon nach einer Stunde Spielzeit stand Hans-Werner Lange gegen Lothar Tochtrop am 9. Brett vor dem Trümmerhaufen seines Aufbaus. Er hatte ein Läuferopfer auf f7 zugelassen und konnte keine Verteidigungsstrategie mehr finden.

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Drei Spieler mit weißer Weste

Trotz des Streiks beim Essener Nahverkehr startete die 3. Runde der Ruhrgebietsmeisterschaft der Senioren ohne Verzögerung pünktlich um 10 Uhr. Vier Spieler hatten die große Chance, ohne Punktverlust die 2. Woche des Turniers zu beginnen. Als erste wurde die Partie Dahlhaus gegen Hagermann entschieden: Hermann Hagermann (vgl. Bild) mit den schwarzen Steinen wählte in der spanischen Partie die seltene g6-Variante, um einen schnellen Angriff beginnend mit f7-f5 vorzutragen. Ein Rechenfehler bei einer Abtauschkette und ein verheerendes Damenschach auf b6 zwangen Friedhelm Dahlhaus, der mit den weißen Steinen spielte, nach 19 Zügen zu Aufgabe.

Ebenfalls kombinativ gestützt auf die geschwächte schwarze Königsstellung entschied der unverwüstliche Peter Heinzel den Kampf gegen Helmut Hassenrück für sich. Als Dritter reihte sich Manfred Achenbach in die Reihe der Spieler  mit weißer Weste ein. Die Spitzenpaarung Dr. Gierse gegen W. Rosen endete Remis.

Am unteren Ende der Tabelle warten noch fünf Spieler auf den ersten Punktgewinn und sei es auch nur ein halber Zähler.

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Nirgends wird Zeitvergeudung strenger bestraft als beim Schach.

Samuel Reshevsky

Schachaufgabe

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