Personalia

Good Morning, Germany!

Vung TauMit einem kräftigen und langgezogenen „Good Morning, Vietnam!“ begrüßte Robin Williams in dem gleichnamigen Film als Radiomoderator seine Hörer. In der Folge hatte er immer mehr Probleme damit, sein Auditorium mit schmissigen Hits und positiven Stories bei Laune zu halten und die schmutzige Wirklichkeit des Krieges auszublenden – ich hoffe, im Verlauf dieses Turnieres nicht ähnliche Schwierigkeiten zu haben, gute Nachrichten zu verbreiten. Bis jetzt fällt es mir leicht, denn alle sind wohlbehalten in Vietnam angekommen und die Stimmung ist gut.

Alle sind gut angekommen? - Fast alle. Ein Bisschen Schwund ist immer, und das traf auch auf unsere Delegation zu. Ein für vier Turnierteilnehmer engagierter Privattrainer kam ohne Reisepass zum Flughafen in Frankfurt („So etwas besitze ich gar nicht!“) und musste zu Hause bleiben. Inzwischen kam die Nachricht, dass er die nötigen Formalitäten erledigt hat und morgen nachkommen wird.

Der Rest der Truppe traf gestern nach einem ruhigen Flug planmäßig in Ho Chi Minh City ein, wie das frühere Saigon heute heißt. Gleich vier freundliche junge Damen empfingen uns am Flughafen.

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Schach und Politik

Einen tollen Erfolg feierten jetzt zwei Katernberger beim Politiker-Schachturnier in Berlin: Jürgen Riesenbeck gewann das traditionsreiche Turnier etwas überraschend (wer es für eine Sensation hält, weiß nicht, dass Jürgen noch in den 70er Jahren für SFK in der damals höchsten deutschen Spielklasse aktiv war), wobei er in der Schlussrunde gegen Gerhard Meiwald gewann, der dadurch auf den 3. Platz zurückfiel. Gerhard Meiwald lebt und spielt jetzt in Heide / Schleswig-Holstein, ist aber weiter SFK-Mitglied. Witziges Detail am Rande: Riesenbeck und Meiwald traten beide im Jahr 1962 (!) unserem Verein bei.

Hier zwei Fotos des Turniegers aus jüngeren Tagen (bei einer früheren Veröffentlichung dieser historischen Dokumente wären seine Gegner sicher gewarnt gewesen):

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Großmeister!

Sebastian Siebrecht
Sebastian Siebrecht

Sebastian Siebrecht wird erster Essener Großmeister

Sebastian Siebrecht hat es geschafft: Beim Turnier im italienischen Bratto kam er mit 6,5 Punkten auf einen ausgezeichneten 6. Platz und wurde damit nicht nur bester deutscher Spieler, sondern errang auch die so wichtige dritte Großmeisternorm. Die offizielle Ernennung zum Großmeister beim nächsten Kongress des Weltschachverbandes ist nun nur noch eine Formsache. Er wird dann der erste Essener sein, der mit diesem höchsten Titel des Schachsports ausgezeichnet wird.

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In Memoriam Willi Knebel

Willi Knebel

Willi Knebel ist tot. Am 29.07.2007 verstarb er an den Folgen einer schweren Krankheit. Während seiner mehr als 50-jährigen Mitgliedschaft war er für unseren Verein als Vorsitzender, Spielleiter, Pressewart und Mannschaftsführer erfolgreich tätig - eine beeindruckende Aufzählung, die seine Bedeutung als Motor, Impulsgeber und Organisator dennoch nur unzureichend wiedergibt.

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SFK trauert um Willi Knebel

Am 29.07.2007 verstarb Willi Knebel an den Folgen einer schweren Krankheit.

Während seiner mehr als 50-jährigen Mitgliedschaft war er für die Sparte Schach unseres Vereins in vielen Funktionen verantwortlich und erfolgreich tätig.

Über das Vereinsgeschehen hinaus erwarb er sich hohes Ansehen als internationaler Schiedsrichter, Schachjournalist und Leiter bedeutender Turniere.

Für sein Lebenswerk wurde er kürzlich vom Deutschen Schachbund mit dem Ehrenteller ausgezeichnet.

Wir trauern mit seiner Familie über den Verlust eines großen Idealisten und wertvollen Freundes.

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Happy Holger

Holger Stratmann
Holger Stratmann

Holger Stratmann: Bezirksmeister 2007

Nach 20jähriger Schachpause stieß der aus Dorsten stammende Holger Stratmann in diesem Jahr zu unserem Verein und konnte schon jetzt einen ersten großen Erfolg feiern: Bei der Bezirksmeisterschaft dominierte er das Teilnehmerfeld und siegte mit 6,5 Punkten aus 7 Partien - nur dem höher eingeschätzten Manfred Kuhn (RW Altenessen) gestattete er ein Remis. Kuhn kam mit 5,5 Punkten auf den 2. Platz vor dem Titelverteidiger Uwe Ritter (Wacker Bergeborbeck). Das Turnier war allerdings sehr schwach besetzt - nach später Turnierankündigung fanden sich ganze 8 Teilnehmer...

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Im 2. Anlauf

Volker Gassmann siegt beim Qualifikationsturnier zur deutschen Amateurmeisterschaft in Magdeburg

Volker Gassmann
Volker Gassmann

Als Sieger des letzten Jahres hatte ich natürlich den Ehrgeiz, wieder ins Finale einzuziehen und meinen Titel zu verteidigen. Das Turnier in Brühl im Februar ging jedoch mit 2 aus 5 völllig daneben. Zum Glück gibt es 6 Vorturniere aus denen sich in jeder Wertungsgruppe die ersten 6 für das Finale qualifizieren. Da es 6 Wertungsgruppen gibt - ich trat in der A-Gruppe an - können am Finale 6*6*6 Spieler teilnehmen. Daher der Name für das von der Ramada-Hotelgruppe gesponserte Turnier: Ramada-Cup 6^3. Bis zum letzten Jahr war der Name übrigens noch 5^3 - wegen der hohen Resonanz wurde ein weiteres Vorturnier erforderlich.

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Schade!

Andrei Volokitin
Andrei Volokitin

Europameisterschaft: Im Ziel gestrauchelt

Das war knapp: Ausgerechnet in der letzten Runde der Europameisterschaft verlor Andrei Volokitin seine erste und einzige Partie und fiel noch auf den 8. Platz zurück. Nach zwei ruhigen Weißremisen in Runde 9 und 10 spielte er ausgerechnet gegen den Ersten der Setzliste Dmitry Jakovenko auf Biegen und Brechen und fiel in umkämpfter Position einer Fata-Morgana zum Opfer. Natürlich sind auch 7,5 Punkte aus 11 Runden in diesem Riesenturnier ein Erfolg, doch nach dem tollen Auftakt haben wohl nicht nur wir Katernberger das Gefühl: Da war mehr drin!

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Auf dem Schachbrett der Meister gilt Lüge und Heuchelei nicht lange. Sie werden vom Wetterstrahl der schöpferischen Kombination getroffen, irgendwann einmal, und können die Tatsache nicht wegdeuteln, wenigstens nicht für lange, und die Sonne der Gerechtigkeit leuchtet hell in den Kämpfen der Schachmeister.

Dr. Emanuel Lasker